(Alliance News) - Zahlen helfen dabei, die Komplexität zu verstehen. Die fünf größten italienischen Banken beschäftigen über 222.000 Mitarbeiter: Zusammen würden sie nach Einwohnerzahl die dreizehnte Stadt Italiens bilden, größer als Messina. Eine wahre Armee, etwa anderthalbmal so groß wie das italienische Militär mit seinen 161.000 Soldaten.
Wie der Corriere della Sera am Montag schreibt, betrifft der Banken-Fusionspoker daher die Interessen von Hunderttausenden von Arbeitnehmern. Zum Vergleich: Stellantis hat in Italien etwa 43.000 Beschäftigte, Eni weltweit 33.000, Enel 57.000.
Die führenden italienischen Banken weisen deutlich höhere Zahlen auf. Intesa Sanpaolo hat 90.831 Mitarbeiter, davon 68.932 in Italien, UniCredit insgesamt 72.110, aber weniger als die Hälfte im Inland, nämlich 31.658. Es folgen BPER mit rund 23.000 Mitarbeitern, Banco BPM mit knapp 20.000 und Monte dei Paschi di Siena mit 16.800 nach der Umstrukturierung von 2022. Hinzu kommen Berater, freie Mitarbeiter und Zulieferer.
Um derart große Strukturen zu steuern, lautet das Schlüsselwort Segmentierung: Aktivitäten, geografische Gebiete und Kundentypen werden aufgeteilt. Eine Bank muss sehr unterschiedliche Bedürfnisse abdecken, vom Girokonto bis zur Finanzierung großer Investitionen.
Neben der Führungsspitze agieren daher hochrangige Manager, die solche komplexen Organisationen steuerbar machen.
Bei Intesa Sanpaolo, unter der Leitung von Carlo Messina, sind die engsten Mitarbeiter Stefano Barrese, verantwortlich für die Banca dei Territori und das italienische Netzwerk, sowie Mauro Micillo, Leiter des Corporate and Investment Banking. Ihnen zur Seite stehen Tommaso Corcos für das Sparwesen und Wealth Management sowie Paola Papanicolaou für die Auslandsbanken, ergänzt durch Nicola Fioravanti (Operations), Massimo Proverbio (Technologie) und Stefano Lucchini (institutionelle Angelegenheiten).
Bei UniCredit ist Andrea Orcel der Bezugspunkt, unterstützt von einem eingespielten Team. Zu den engsten Vertrauten gehört Gianfranco Bisagni, heute Chief Operating Officer nach einer langen internationalen Karriere. Mit ihm arbeiten Stefano Porro, Finanzchef, und Richard Burton, einer der Architekten der anspruchsvollsten Produkte der Gruppe. Die erste Reihe wird durch Marion Höllinger für Deutschland, Teodora Petkova für Mittel- und Osteuropa und Ali Khan für Technologie vervollständigt.
Die von Luigi Lovaglio geleitete Umstrukturierung von Monte dei Paschi wäre ohne Maurizio Bai nicht möglich gewesen, der heute stellvertretender Generaldirektor und profunder Kenner des Netzwerks der Sieneser Bank ist. Eine Schlüsselrolle nimmt zudem Dimitri Bianchini ein, verantwortlich für Unternehmen und Private Banking.
Bei der Banco BPM sind die wichtigsten Mitarbeiter des Vorstandsvorsitzenden Giuseppe Castagna Domenico De Angelis, verantwortlich für das operative Geschäft, und Edoardo Maria Ginevra, der den Finanzbereich leitet.
Bei BPER hingegen wird Stefano Vittorio Kuhn die Gruppe zum 1. April verlassen: Er leitete das regionale Netzwerk und wird durch Luca Gotti ersetzt. Zu den Bezugspunkten für den Vorstandsvorsitzenden Gianni Franco Papa gehören Marco Mandelli, Leiter des Corporate and Investment Banking, und Fabrizio Greco, der das Private Banking und Wealth Management der Gruppe leitet.
Von Giuseppe Fabio Ciccomascolo, Alliance News Senior Reporter
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