Ein parteiübergreifender Ausschuss des Oberhauses (House of Lords) erklarte, die Zentralbank solle ihre Vorschlage überdenken, die Obergrenzen für den Besitz von Stablecoins durch Privatpersonen und Unternehmen sowie die Verpflichtung der Emittenten zur Unterlegung der Token mit unverzinsten Einlagen vorsehen.
Stablecoins sind Krypto-Assets, die darauf ausgelegt sind, einen stabilen Wert zu halten, indem sie in der Regel an eine Fiat-Wahrung gekoppelt sind. Der Markt wird von an den US-Dollar gebundenen Token dominiert, wahrend auf Pfund lautende Stablecoins nur einen winzigen Bruchteil der genutzten Bestande ausmachen. Die britischen Behörden streben an, das Regelwerk für Stablecoins bis Ende des Jahres fertigzustellen, weitgehend im Einklang mit den USA.
'Die Bank, die [Financial Conduct Authority] und das Finanzministerium müssen anerkennen, dass der Stablecoin-Markt noch in den Kinderschuhen steckt und wachst, und das Regulierungssystem entsprechend der Marktentwicklung anpassen', so der Ausschuss für Finanzdienstleistungsregulierung des Oberhauses in einem Bericht.
Die BoE, deren Regeln für 'systemische' Stablecoins gelten werden - also solche, die weit verbreitet für Alltagskaufe genutzt werden -, hatte zuvor erklart, ihre Schutzmaßnahmen seien notwendig, um eine potenzielle Flucht aus Bankeinlagen in Stablecoins zu verhindern, die eine Kreditklemme auslösen könnte.
Die Ausschussvorsitzende Sheila Noakes, eine Abgeordnete der Konservativen, sagte gegenüber Reuters, sie sei nicht davon überzeugt, dass die BoE den richtigen Ansatz gewahlt habe, um diese Bedenken auszuraumen. Die BoE sollte offen für einen 'prinzipienbasierten, weniger praskriptiven Ansatz' sein, so der Ausschuss.
In einer kürzlich gehaltenen Rede deutete die stellvertretende Gouverneurin der BoE, Sarah Breeden, an, dass die Zentralbank die Haltefristen überdenke. Ein Sprecher der BoE erklarte, dass die endgültige Strategie und die Regelentwurfe für systemische Stablecoins noch im Laufe des Junis veröffentlicht werden.






















