CEO Charles Woodburn hob wichtige Aufträge hervor, darunter einen Typhoon-Deal über 4 Milliarden Pfund mit der Türkei und einen möglichen Auftrag Norwegens für Fregatten des Typs 26. Zusammen mit anhaltender Nachfrage aus den USA – gestützt durch die AUKUS-Partnerschaft und Programme zur Raketenabwehr – verschaffen diese Bestellungen BAE eine Sichtbarkeit, die bis weit in das nächste Jahrzehnt reicht. Der Auftragsbestand umfasst nun mehrere Jahre Arbeit, sichert stabile Cashflows und bietet Schutz vor makroökonomischen Gegenwinden.

Quelle: BAE Systems mit MarketScreener
Finanziell erwartet BAE für 2025 einen Umsatzanstieg von 8–10 % auf etwa 30,8 Mrd. Pfund, während das EBIT um eine ähnliche Größenordnung auf rund 3,3 Mrd. Pfund zulegen sollte. Der Gewinn je Aktie wird ebenfalls mit +8–10 % prognostiziert; der freie Cashflow soll über 1,1 Mrd. Pfund liegen. Die Aktionäre werden nicht vernachlässigt: In diesem Jahr sollen rund 1,5 Mrd. Pfund in Dividenden und Aktienrückkäufen an die Kapitalgeber zurückfließen.
Analysten befürworten das Update weitgehend. Morgan Stanley bestätigte seine Overweight-Einschätzung; Ross Law verwies auf „starke Dynamik“ und auf Aktien, die weiterhin attraktiv bewertet seien. Die Bank zeigte sich „insbesondere beruhigt“ darüber, dass das Management erklärte, der US-Regierungs-Shutdown habe keine wesentlichen Auswirkungen gehabt. Mediobanca hingegen behielt eine Underperform-Bewertung bei. Das Team um Alessandro Pozzi sprach von einem „in Übereinstimmung mit den Erwartungen“ verlaufenden Handel, merkte aber an, dass die bisher gebuchten 27 Mrd. Pfund Aufträge hinter ihrer Volljahresprognose von 36,4 Mrd. Pfund zurückbleiben. Jefferies, das die Kaufempfehlung bestätigte, bezeichnete die bisherigen Aufträge als „solide“ und ergänzte, dass zwar der Shutdown bisher nicht durchgeschlagen habe, anhaltende Verzögerungen aber die Vertragsfinanzierung oder Jahresendzahlungen beeinflussen könnten.
Diese Entwicklung unterstreicht den Wandel der Verteidigungsbranche von einem zyklischen zu einem strukturellen Wachstumssektor, befeuert durch die Ausgabensteigerungen der NATO und eine neue industrielle Politik. Das Vereinigte Königreich und seine Verbündeten pumpen Mittel in Flugabwehr, U-Boote und Drohnen – Bereiche, in denen BAE über langjährige Expertise und damit eine strategische Schutzstellung verfügt. Die Investitionen in Raumfahrt- und Elektronikkampf-Systeme signalisieren zudem den Anspruch, auch im digitalen Gefechtsfeld eine dominierende Rolle einzunehmen.


















