Die Bewertung des Konzerns ist auf ihren historischen Boden von rund dem Zwanzigfachen des Gewinns zurückgefallen. Dieses Niveau wurde zuletzt in den Jahren 2011 bis 2013 erreicht – einer Phase erheblichen wirtschaftlichen Stresses – und ein weiteres Mal Anfang 2020 auf dem Höhepunkt der Pandemie.

Angesichts der dominanten Marktstellung von Automatic Data Processing erscheint es naheliegend, auf eine Erholung zu setzen. Gleichwohl wird diese Dominanz zunehmend von kleineren Wettbewerbern wie Paychex oder Paycom, Intuit sowie – außerhalb der Börse – Gusto, Rippling und Deel herausgefordert.

Natürlich lässt sich argumentieren, dass Künstliche Intelligenz – erneut sie – das Kerngeschäft von ADP unter Druck setzen könnte. Ebenso plausibel ist jedoch die gegenteilige These: dass KI das Geschäftsfeld erweitert, etwa durch eine Senkung der operativen Kosten und damit durch zusätzlichen Spielraum für Margensteigerungen.

Der Preis der Marktführerschaft ist ein deutlich moderateres Wachstumstempo als bei den genannten Herausforderern. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Umsatz lediglich knapp verdoppelt. Das operative Ergebnis wuchs hingegen dynamischer, begleitet von einer Ausweitung der Margen.

Zudem hat Automatic Data Processing die Zahl der ausstehenden Aktien in der letzten Dekade um 11 % reduziert und gleichzeitig die Dividendenzahlungen verdreifacht. Das Ergebnis ist ein Gewinn je Aktie, der schneller wächst als das konsolidierte Konzernergebnis.

Traditionell zurückhaltend bei Übernahmen, hat Automatic Data Processing – trotz einer weiterhin bemerkenswert soliden Kapitalausstattung und einer ausgesprochen hohen Eigenkapitalrendite – im Oktober 2024 WorkForce Software für 1,2 Milliarden US-Dollar übernommen.

Die Bewertungsmultiplikatoren dieser Transaktion wurden nicht veröffentlicht, dürften jedoch bei etwa dem Fünffachen des Umsatzes und dem Zwanzig- bis Fünfundzwanzigfachen des EBITDA des Zielunternehmens gelegen haben.

Derzeit wird Automatic Data Processing am Markt mit dem Vierfachen des Umsatzes und mit weniger als dem Dreizehnfachen des für dieses Jahr erwarteten EBITDA bewertet.