Die Stockholmer Börse tendiert am Freitagmittag uneinheitlich. Im Fokus stehen die Schwergewichte Ericsson und Autoliv mit ihren aktuellen Geschäftsberichten. Während die Ericsson-Aktie ins Plus drehte, klettert Autoliv nach Vorlage der Zahlen deutlich nach oben.
Die angespannte geopolitische Lage bleibt ein zentrales Thema. US-Präsident Donald Trump gab bekannt, dass eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon erzielt wurde und dass ein baldiges Ende des Iran-Konflikts erwartet wird.
Gegen 12.50 Uhr notierte der OMXS30-Index mit einem Plus von 0,18 Prozent bei 3 126,23 Punkten. Dividendenbereinigt legte der Index um 0,17 Prozent zu. An der Stockholmer Börse wurden Aktien im Wert von rund 9,4 Milliarden Kronen gehandelt.
Die beste Entwicklung unter den großen Industriesektoren verzeichnete der Technologiesektor mit einem Zuwachs von 2,7 Prozent. Am Ende der Skala rangierte der Energiesektor mit einem Minus von 1,5 Prozent.
Unter den Blue Chips im OMXS30 stiegen Lifco B um 4,4 Prozent, während Hexagon B um 2,3 Prozent zulegte. Die schwächste Performance zeigten Boliden mit einem Minus von 2,5 Prozent und Sandvik mit einem Rückgang von 1,4 Prozent.
Der Telekommunikationsausrüster Ericsson meldete ein bereinigtes EBITA von 5,6 Milliarden Kronen, verglichen mit erwarteten 5,8 Milliarden. Das bereinigte Bruttoergebnis lag mit 23,7 Milliarden Kronen um 2,9 Prozent unter den Erwartungen. Auch der Umsatz blieb hinter den Prognosen zurück. Das Unternehmen rechnet künftig mit einem weitgehend stagnierenden RAN-Markt. Die Aktie gab anfänglich nach, drehte jedoch und notiert nun 1,1 Prozent höher.
Der Automobilzulieferer für Sicherheitssysteme Autoliv übertraf im ersten Quartal mit seinem bereinigten operativen Ergebnis die Analystenerwartungen um 17 Prozent. Auch der Umsatz lag über den Prognosen. Das Unternehmen bestätigte seinen Ausblick einer bereinigten operativen Marge von 10,5-11,0 Prozent bei einem organischen Umsatzwachstum von null Prozent. Die Aktie klettert um 10 Prozent.
Die Baumarktkette Byggmax sinkt um 3,6 Prozent. Das Unternehmen meldete für das erste Quartal einen geringeren Umsatz und ein etwas schwächeres operatives Ergebnis von minus 127,0 Millionen Kronen. Der vergleichbare Umsatz ging im Berichtszeitraum um 5,3 Prozent zurück, wobei der Absatz durch einen kalten Februar beeinträchtigt wurde.
Das Immobilienunternehmen Platzer weist für das erste Quartal ein leicht gestiegenes Ergebnis aus der Immobilienbewirtschaftung von 196 Millionen Kronen aus. Die Mieteinnahmen sanken um 2,2 Prozent auf 435 Millionen Kronen. Die Aktie legt um 2,6 Prozent zu.
Das Umwelttechnikunternehmen Nederman verzeichnete im ersten Quartal Rückgänge bei Umsatz, Auftragseingang und Gewinn. Die Aktie fällt um 7,0 Prozent.
Terranor hat in der jüngsten Ausschreibung der schwedischen Verkehrsbehörde Trafikverket sechs neue Straßenunterhaltsverträge mit einem Gesamtwert von 1,64 Milliarden Kronen erhalten. Dies entspricht jährlichen Einnahmen von mindestens 366 Millionen Kronen, verglichen mit 251 Millionen Kronen aus auslaufenden Verträgen. Die Aktie steigt um 1,3 Prozent.
Im Rampenlicht steht zudem der Finanzexperte Günther Mårder, gegen den wegen des Verdachts auf schwere Insiderdelikte im Zeitraum 2024-2026 Haftbefehl beantragt wurde. Mårder ist Vorsitzender der Spotlight Group und Verwaltungsratsmitglied bei Raysearch, Amido und der schwedischen Arbeitsagentur. Zudem war er als Mitglied für den Verwaltungsrat von Prisma Properties vorgeschlagen worden. Mårder bestreitet die Vorwürfe.
Bei den heutigen Analystenbewertungen hat die Deutsche Bank die Beobachtung von Skanska mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 300 Kronen aufgenommen. Die Aktie legt um 1,4 Prozent zu.
DNB Carnegie streicht die Kaufempfehlung für Kinnevik und stuft den Titel auf "Hold" herab. Das Kursziel wurde deutlich auf 63 Kronen (zuvor 100) gekürzt. Die Aktie fällt um 4,3 Prozent.
Autoliv legt nach Quartalszahlen zu, OMXS30-Index steigt um 0,2 Prozent
Veröffentlicht am 17.04.2026 um 12:59
Finwire
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Übersetzt von MarketScreener
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