Führende Autohersteller haben am Mittwoch Änderungen am Vorschlag der Trump-Regierung zur Reform der Kraftstoffverbrauchsstandards gefordert, erklärten jedoch ihre Unterstützung für den Plan, die Effizienzanforderungen drastisch zu senken.

Die Alliance for Automotive Innovation, zu deren Mitgliedern General Motors, Toyota Motor, Volkswagen, Hyundai, Ford und weitere Automobilhersteller zählen, begrüßte die von der National Highway Traffic Safety Administration vorgeschlagene Reduzierung der Strenge, forderte jedoch, den Handel mit Emissionsgutschriften zur Erfüllung regulatorischer Anforderungen nicht abzuschaffen und die Pläne zur Umklassifizierung weiterer Fahrzeuge als Pkw zu überdenken.

"Angesichts des verlangsamten Wachstums der Elektroauto-Verkäufe in den USA und der verringerten staatlichen Unterstützung sind die zuvor festgelegten CAFE-Standards schlichtweg unerreichbar", erklärte die Gruppe.

Die NHTSA schlägt vor, den Handel mit Emissionsgutschriften zwischen Automobilherstellern ab 2028 zu beenden und einige Gutschriften für verbrauchsreduzierende Technologien zu streichen. Außerdem sollen viele Fahrzeuge künftig als Pkw statt als Nutzfahrzeuge klassifiziert werden, was Auswirkungen auf die Hersteller hat, da für Pkw strengere Standards gelten als für Nutzfahrzeuge.

VORSCHLAG ZUR ABSENKUNG DER VERBRAUCHSSTANDARDS

Die Autohersteller forderten, die Gutschriften für effiziente Klimaanlagen und andere Technologien beizubehalten.

Die NHTSA plant, die im Jahr 2022 eingeführten Verbrauchsstandards abzusenken und diese dann zwischen 0,25 % und 0,5 % pro Jahr bis 2031 schrittweise zu erhöhen. Im Jahr 2022 hatte die NHTSA unter Biden die Kraftstoffeffizienz für die Modelljahre 2024-2025 um 8 % pro Jahr und für 2026 um 10 % erhöht.

Bidens Regelungen zielten darauf ab, die Autohersteller dazu zu bewegen, zunehmend Elektrofahrzeuge zu bauen, um die Vorgaben zu erfüllen, hätten aber keinen sofortigen Ausstieg aus benzinbetriebenen Fahrzeugen erzwungen.

Die NHTSA schätzt, dass der vorgeschlagene Standard die durchschnittlichen Anschaffungskosten eines Fahrzeugs um 930 US-Dollar senken würde, jedoch den Kraftstoffverbrauch bis 2050 um rund 100 Milliarden Gallonen erhöhen würde – was die Amerikaner bis zu 185 Milliarden US-Dollar mehr für Kraftstoff kosten und die Kohlendioxidemissionen um etwa 5 % steigern würde.