Audi hat sein Umsatzziel für 2025 knapp verfehlt, obwohl das zum Volkswagen-Konzern gehörende Premium-Automobilunternehmen im letzten Quartal starke Ergebnisse erzielte. Das Unternehmen führte dies am Mittwoch auf US-Zölle und ein äußerst wettbewerbsintensives Marktumfeld zurück.

Der deutsche Hersteller steht unter Druck, nachdem er seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr bereits zweimal gesenkt hatte. Grund dafür sind Herausforderungen auf dem US- und dem chinesischen Markt sowie Restrukturierungskosten und technologische Rückschläge.

"Ein intensives Wettbewerbsumfeld in China sowie die US-Zollpolitik haben die gesamte Automobilbranche beeinflusst und das globale Verbraucherverhalten geprägt", erklärte Audi.

Stärke in Europa und auf den Schwellenmärkten konnten diese Faktoren laut Unternehmen nicht vollständig ausgleichen. Dennoch zeigte sich Audi für das laufende Jahr optimistischer und verwies auf steigende monatliche Verkaufszahlen ab September.

Die Auslieferungen in Nordamerika wurden im vergangenen Jahr besonders stark von den im April von den USA verhängten Zöllen in Höhe von 25% beeinträchtigt, obwohl diese im August auf 15% gesenkt wurden.

Audi verzeichnete einen Rückgang der nordamerikanischen Verkäufe um 12,2% und einen Rückgang um 5% in China. Insgesamt sanken die Verkaufszahlen um 2,9% auf 1,62 Millionen Fahrzeuge und verfehlten damit das Ziel von 1,65 bis 1,75 Millionen Einheiten.

Deutsche Automobilhersteller verlieren in China Marktanteile an heimische Marken wie BYD. Dennoch stiegen Audis weltweite Auslieferungen vollelektrischer Modelle im vergangenen Jahr um 36% auf 223.000 Fahrzeuge, wobei die Bestellungen für Elektrofahrzeuge um etwa 58% zunahmen.

Audi war nicht der einzige deutsche Hersteller, der im vergangenen Jahr einen Rückgang der Verkaufszahlen verzeichnete: Mutterkonzern Volkswagen verkaufte 0,5% weniger Fahrzeuge als 2024, während die Auslieferungen von Mercedes-Benz um 9% sanken und BMW einen Rückgang der Kernmarkenverkäufe um 1,4% meldete.