Ausländische Investoren haben in diesem Monat bisher netto 27,08 Milliarden Dollar aus regionalen Aktien abgezogen. Dies übertrifft den kombinierten Nettoabfluss von 24,08 Milliarden Dollar im Mai, wie LSEG-Daten für die Börsen in Südkorea, Taiwan, Thailand, Indien, Indonesien, Vietnam und den Philippinen zeigen. Der MSCI Asia Pacific Index erreichte in der vergangenen Woche ein Rekordhoch von 284,05 Punkten, doch niedriger als erwartet ausgefallene Zweitquartalszahlen des Chipherstellers Broadcom sowie die Finanzierungspläne von Meta setzten den heißgelaufenen Technologiesektor unter Druck. Der Index ist im bisherigen Monatsverlauf um 4,34 % gefallen.
'Der jüngste Rücksetzer verdeutlicht das Konzentrationsrisiko bei Technologie- und KI-bezogenen Aktien', sagte Linh Tran, Marktanalystin bei XS.com.
'Diese Bewegungen zeigen, dass KI- und Halbleiteraktien weiterhin eine tragende Säule der Marktführung sind, aber auch die größte Risikoquelle darstellen, falls die Wachstumserwartungen neu bewertet werden', so Tran von XS.com.
Südkorea und Taiwan - die regionalen Exporteure von KI-Hardware und Chips - führen die Abflüsse mit ausländischen Nettoverkäufen von 12,63 Milliarden Dollar bzw. 8 Milliarden Dollar in diesem Monat an. Im Mai hatten Ausländer südkoreanische Aktien im Wert von 27,88 Milliarden Dollar verkauft, aber taiwanesische Aktien für 8 Milliarden Dollar erworben.
Indische Aktien verzeichneten in diesem Monat ebenfalls ausländische Nettoabflüsse in Höhe von 5,91 Milliarden Dollar, verglichen mit Verkäufen von 3,45 Milliarden Dollar im Mai.
Die Reserve Bank of India beließ ihren Leitzins in der vergangenen Woche unverändert, senkte jedoch die Wachstumsprognosen für das laufende Geschäftsjahr von 6,9 % auf 6,6 % und hob die Projektionen für die Kerninflation von 4,4 % auf 4,7 % an.
Andernorts verkauften Ausländer indonesische und philippinische Aktien im Wert von 571 Millionen Dollar bzw. 29 Millionen Dollar, kauften jedoch thailändische und vietnamesische Titel für 55 Millionen Dollar bzw. 5 Millionen Dollar.
'Trotz erneuter Besorgnis über Zinsen, Aktienemissionen und Geopolitik erwarten wir, dass sich die Rallye fortsetzen wird', sagte Mark Haefele, Chief Investment Officer bei UBS Global Wealth Management.
'Obwohl Tech-Aktien in den letzten Tagen aufgrund von Bedenken hinsichtlich der Erfüllbarkeit von Erwartungen unter Druck geraten sind, bleiben die fundamentalen Unternehmensdaten robust.'



















