Von Olaf Ridder
DOW JONES--Analysten erwarten schwache, aber wenig spektakuläre Zahlen für das erste Quartal von Siemens Healthineers. Nachdem das Management erst kürzlich auf die starken Vergleichszahlen des Vorjahres hingewiesen hat, wird das Wachstum definitiv unter der Spanne gesehen, die die Prognose für das Gesamtjahr vorsieht. Auch bei der Marge haben die Beobachter Abstriche eingepreist. Dafür, dass der Medizintechnikkonzern allerdings die Jahresziele anpassen könnte, gibt es derzeit keine Hinweise.
WORAUF ANLEGER ACHTEN SOLLTEN:
ZAHLEN: Erwartet werden im Konsens 4,3 Prozent vergleichbares Umsatzwachstum und eine Marge bezogen auf das bereinigte EBIT von 14,4 Prozent - 60 Basispunkte weniger als im Vorjahr. Als Treiber des Wachstums werden die Geschäftsbereiche Imaging (CT, MRT, Röntgen) und Varian (Strahlentherapie) gesehen.
PROGNOSE: Für 2025/26 plant Siemens Healthineers mit einem vergleichbaren Wachstum von 5 bis 6 Prozent und einem Rückgang des bereinigten Gewinns je Aktie auf 2,20 bis 2,40 Euro. Der Konsens beim Wachstum liegt derzeit bei 5,4 Prozent, beim Gewinn je Aktie sind es 2,34 Euro - beides liegt komfortabel in den Zielspannen. Die HSBC-Analysten rechnen für die Einzelgeschäfte aber mit neuen Prognosen, die der neuen Segmentierung Rechnung tragen, wie sie das Unternehmen auf seinem Kapitalmarkttag vorgestellt hat.
CHINA: Wie viele Medizintechnikunternehmen leidet auch Healthineers unter einer Kaufzurückhaltung in China. Anti-Korruptionskampagnen im Gesundheitswesen und eine schwächelnde Konjunktur verzögern dort Großaufträge. Bislang erwartet man in Erlangen Zahlen wie im Vorjahr, allerdings hat Wettbewerber GE Healthcare kürzlich ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich für den chinesischen Markt prognostiziert, wie HSBC anmerkt.
ZÖLLE sind aus Sicht von HSBC derzeit das größte Abwärtsrisiko für Siemens Healthineers. CFO Jochen Schmitz hat das laufende Jahr als das bezeichnet, in dem Trumps Einfuhrzölle den Medizintechnikkonzern am meisten drücken werden. Rund 400 Millionen Euro insgesamt dürften das Ergebnis je Aktie um 30 Cent schmälern. Vielleicht verrät das Unternehmen, wie es in Zukunft einen Teil dieser Belastungen vermeiden will. Denn eine Verlagerung der Produktion von Großgeräten ist angesichts der kleinen Stückzahlen unmöglich, obwohl dies auch angesichts des immer schwächeren US-Dollars sicherlich hilfreich wäre.
=== . PROG PROG PROG 1. QUARTAL 1Q25/26 ggVj Zahl 1Q24/25 Umsatz 5.453 -1% 14 5.482 Vergleichbares Umsatzwachstum 4,3 -- 14 5,7 EBIT bereinigt 784 -5% 14 822 EBIT-Marge bereinigt 14,4 -- -- 15,0 Ergebnis nach Steuern u Dritten 414 -13% 13 474 Ergebnis je Aktie 0,37 -12% 13 0,42 Ergebnis je Aktie bereinigt 0,45 -12% 14 0,51 . PROG PROG PROG GESCHÄFTSJAHR Gj25/26 ggVj Zahl Gj24/25 Umsatz 24.015 +3% 15 23.375 Vergleichbares Umsatzwachstum 5,4 -- 15 5,9 EBIT bereinigt 3.939 +2% 15 3.855 EBIT-Marge bereinigt 16,4 -- -- 16,5 Ergebnis nach Steuern u Dritten 2.268 +6% 14 2.144 Ergebnis je Aktie 2,02 +6% 14 1,91 Ergebnis je Aktie bereinigt 2,34 -2% 15 2,39 Dividende je Aktie 1,10 +10% 10 1,00 ===
ERLÄUTERUNGEN:
- Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie und Dividende in Euro, Umsatzwachstum und EBIT-Marge in Prozent
- Bilanzierung nach IFRS
- Quellen: Angaben des Unternehmens. Prognosen von Vara Research
- ggVj = Veränderung in Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
- das Geschäftsjahr läuft vom 1. Oktober bis 30. September?
- alle Angaben ohne Gewähr
Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com
DJG/rio/mgo
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February 04, 2026 23:45 ET (04:45 GMT)




















