DOW JONES--Halbleiterkonzerne wie Texas Instruments und STMicro haben Zahlen vorgelegt, die die Hoffnung nähren, dass es im Halbleitersektor nach Jahren der Schwäche nun zu einem längeren Aufschwung kommen könnte. Die Infineon-Aktie spiegelt diese Erwartung sehr deutlich. Ihr Kurs ist seit Mitte März um mehr als die Hälfte gestiegen. Die Mittwochfrüh anstehenden Zahlen zum zweiten Quartal sind deshalb ein erster Lackmustest für die Stimmung, wobei die Analystenprognosen den vom Management ausgegebenen Zielkennziffern für das Jahresviertel Januar bis März im Wesentlichen entsprechen.
Darauf werden Analysten achten:
ZAHLEN: Für das abgelaufene zweite Quartal haben die Münchner 3,8 Milliarden Euro Einnahmen und eine Marge im mittleren bis hohen Zehner-Prozentbereich angekündigt. Der Konsens weicht davon mit 3,816 Milliarden Euro Umsatz und 17,7 Prozent Marge nicht wesentlich ab. Das Wachstum wird den Analystenerwartungen folgend in der Sparte Power & Sensor Systems erwartet, die effektive Stromversorgungslösungen etwa für Rechenzentren anbietet. Im wichtigen Autogeschäft geben die Einnahmen nach Einschätzung der Experten aber nur noch leicht nach.
PROGNOSE: Infineon hat den Markt im vergangenen November auf moderates Wachstum für das Geschäftsjahr 2025/26 eingestimmt, mit Zuwächsen im Automobilgeschäft, die unter dem Konzernschnitt bleiben. Die Segmentergebnismarge soll den hohen Zehner-Prozentbereich erreichen. Analysten erwarten derzeit 19 Prozent Marge bei 7 Prozent Wachstum. Ist letzteres noch moderat? Die Analysten der UBS halten es für möglich, dass Infineon seine Prognose auf ein hoch einstelliges Wachstum anhebt und verweisen auf die hohe Nachfrage nach Chips für die Stromversorgung von Rechenzentren. Preissteigerungen allein für Chips im KI-Sektor könnten dazu führen, dass die Münchner 1,7 und nicht 1,5 Milliarden Euro Umsatz Gewinn im Geschäft mit Rechenzentren machen, argumentieren sie. Wettbewerber STMicro hat zwar noch rückläufige Umsätze im Quartalsvergleich geliefert, aber von starken Buchungszahlen berichtet und rechnet für das zweite Quartal mit stark anziehendem Wachstum.
AUTOMARKT: Die Analysten von JP Morgan halten es für möglich, dass das Schlimmste auf dem Automarkt in Europa überwunden ist und dass die Saisonalität für China von nun an unterstützend wirkt. Den US-Markt erwarten sie bis September herausfordernd, aber auch er sollte sich im Geschäftsjahr 2027 bessern. Die geringen Lagerbestände und softwaredefinierte Fahrzeuge dürften dann mehr Unterstützung bieten, so ihre Einschätzung.
=== . PROG PROG PROG 2. QUARTAL 2Q25/26 ggVj Zahl 2Q24/25 Gesamtumsatz 3.816 +6% 22 3.591 Segmentergebnis 677 +13% 22 601 Segmentergebnis-Marge 17,7 -- 22 16,7 Ergebnis nach Steuern 334 +44% 22 232 Ergebnis je Aktie - unverwässert 0,25 +39% 22 0,18 Ergebnis je Aktie ber - verwässert 0,37 +9% 22 0,34 Umsatz Automotive 1.826 -2% 22 1.858 -Green Industrial Power 366 -8% 22 397 -Power & Sensor Systems 1.298 +33% 22 979 -Connected Secure Systems 326 -8% 22 356 Ergebnis Automotive 366 -5% 22 385 -Green Industrial Power 37 -3% 22 38 -Power & Sensor Systems 249 +80% 22 138 -Connected Secure Systems 24 -40% 22 40 . PROG PROG GESCHÄFTSJAHR Gj25/26 ggVj Gj24/25 Gesamtumsatz 15.755 +7% 14.662 Segmentergebnis 2.992 +17% 2.560 Segmentergebnis-Marge 19,0 -- 17,5 Ergebnis nach Steuern 1.534 +51% 1.015 Ergebnis je Aktie - unverwässert 1,17 +52% 0,77 Ergebnis je Aktie ber - verwässert 1,64 +116% 0,76 Dividende je Aktie 0,40 +14% 0,35 ===
ERLÄUTERUNGEN:
- Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ergebnis je Aktie und Dividende in Euro, Marge in Prozent
- Bilanzierung nach IFRS
- Quellen: Angaben des Unternehmens, Prognosen von Vara Research, Dividende von Visible Alpha
- ggVj = Veränderung in Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
- Geschäftsjahr vom 1. Oktober bis 30. September
- alle Angaben ohne Gewähr
Kontakt zum Autor: olaf.ridder@wsj.com
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May 05, 2026 23:45 ET (03:45 GMT)



















