Von Britta Becks
DOW JONES--Wenn der Gesundheitskonzern Fresenius am Mittwoch seine Erstquartalsergebnisse vorlegt, dürfte er seine Jahresprognose trotz der deutlich verschärften makroökonomischen Unsicherheiten bekräftigen. Analyst Falko Friedrichs von der Deutschen Bank erwartet eine Bestätigung der Jahresprognose nach einem soliden ersten Quartal. Er rechnet mit einem organischen Umsatzwachstum von 5 Prozent im Auftaktquartal sowie einem währungsbereinigten Plus von jeweils 6 Prozent beim bereinigten EBIT und bereinigten Kern-Ergebnis je Aktie. Die Analysten von J.P. Morgan heben die defensiven Qualitäten und die aus Anlegersicht attraktive Bewertung des DAX-Konzerns hervor. Zudem habe das Management die Voraussetzungen für ein weiteres "Beat & Raise"-Jahr geschaffen.
WORAUF ANLEGER ACHTEN SOLLTEN
PROGNOSE: Bei Vorlage der Viertquartalszahlen hatte Fresenius für das Gesamtjahr 2026 ein organisches Umsatzwachstum von 4 bis 7 Prozent in Aussicht gestellt und außerdem auf das Kern-Ergebnis je Aktie vor Sondereinflüssen als neue Steuerungskennzahl umgestellt. Das Kern-Ergebnis je Aktie, also das Ergebnis je Aktie ohne Fresenius Medical Care (FMC), soll Stand November in diesem Jahr währungsbereinigt um 5 bis 10 Prozent zulegen. Nach Einschätzung der Analysten von J.P. Morgan ermöglicht der Fokus auf das Kern-Ergebnis je Aktie eine transparentere Bewertung. Die bereinigte EBIT-Marge, die Fresenius in diesem Jahr bei rund 11,5 Prozent sieht, ist nicht mehr Bestandteil des offiziellen Ausblicks.
KABI: Das Biopharma-Geschäft, das neben Biosimilars den Auftragsentwickler und -fertiger mAbxience beinhaltet, bleibt Wachstumstreiber für Kabi. Neben dem zunehmenden Beitrag des Tocilizumab-Biosimilars Tyenne profitiert es von den Markteinführungen von Ustekinumab (Otulfi) und Denosumab (Bomyntra und Conexxence). Für das laufende Jahr erwartet der Bad Homburger Konzern für seine Sparte Kabi bisher ein organisches Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich und eine EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von 16,5 bis 17,0 Prozent. Der kontinuierlichen Margenausweitung bei Kabi trug Fresenius mit einer Erhöhung des strukturellen EBIT-Margen-Bandes auf 17 bis 19 Prozent von zuvor 16 bis 18 Prozent Rechnung. Deutsche-Bank-Analyst Friedrichs geht für das erste Quartal von einem organischen Umsatzwachstum von 6 Prozent aus.
HELIOS: Im laufenden Jahr peilt Fresenius für die Kliniksparte bislang ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich sowie eine EBIT-Marge von 10,0 bis 10,5 Prozent an. Analyst Friedrichs prognostiziert für Helios ein organisches Umsatzwachstum von 4 Prozent in den ersten drei Monaten sowie einen Anstieg des bereinigten EBIT um 12 Prozent, was einer Margenausweitung um 70 Basispunkte entsprechen würde.
Nachfolgend eine Auswertung der Prognosen von Analysten zum ersten Quartal und Gesamtjahr 2026:
=== . PROG PROG PROG 1. QUARTAL 1Q26 ggVj Zahl 1Q25 Umsatz 5.810 +3% 11 5.631 EBIT* 682 +4% 11 654 EBIT-Marge* 11,7 -- 11 11,6 Ergebnis nach Steuern/Dritten* 436 +5% 10 416 Ergebnis je Aktie* 0,77 +4% 8 0,74 * vor Sondereinflüssen . PROG PROG PROG GESAMTJAHR Gj26 ggVj Zahl Gj25 Umsatz 23.663 +5% 13 22.554 EBIT* 2.767 +7% 13 2.595 EBIT-Marge* 11,7 -- 13 11,5 Ergebnis nach Steuern/Dritten* 1.755 +8% 9 1.619 Ergebnis je Aktie* 3,11 +8% 9 2,87 Dividende je Aktie 1,09 +4% 9 1,05 ===
ERLÄUTERUNGEN:
- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro, Marge in Prozent
- Bilanzierung nach IFRS
- Quellen: Angaben des Unternehmens, Prognosen von Vara Research
- ggVj = Veränderung in Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
- das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr
- alle Angaben ohne Gewähr
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/brb/hab
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May 05, 2026 23:45 ET (03:45 GMT)




















