Von Stefanie Haxel
DOW JONES-Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus hat 2025 seine operative Ergebnisprognose voraussichtlich erreicht, auch dank eines starken Anstiegs im Schlussquartal. Analysten erwarten im Konsens ein bereinigtes EBIT von 7 Milliarden Euro, das wäre eine Punktlandung. Den freien Cashflow vor Kundenfinanzierungen sehen sie mit 4,29 Milliarden unter der Prognose von rund 4,5 Milliarden Euro. Investoren interessieren sich bei der Zahlenvorlage am 19. Februar unter anderem für die A320-Produktionsrate, die durch Probleme in der Lieferkette beeinträchtigt wurde, dafür, wie viele Verkehrsflugzeuge Airbus im laufenden Jahr ausliefern will, und welche Expansionspläne der im DAX notierte Konzern in Asien verfolgt.
WORAUF ANLEGER ACHTEN SOLLTEN:
ASIEN: Im Flugzeuggeschäft möchte Airbus in Asien ausbauen, um der starken Nachfrage in der Region gerecht zu werden. Derzeit entfallen fast ein Drittel des weltweiten Umsatzes und Auftragsbestands des europäischen Flugzeugherstellers auf die Region. Im schnell wachsenden Markt Asien-Pazifik dürften in den nächsten zwanzig Jahren schätzungsweise 19.560 neue Passagierflugzeuge benötigt werden, das entspricht 46 Prozent der weltweiten Gesamtnachfrage. Investoren dürften nach Plänen für einzelne Märkte, wie etwa Indien, sowie nach der Einschätzung der Konkurrenz durch den chinesischen Flugzeugbauers Comac fragen.
JOINT VENTURE: Die europäischen Konkurrenten Airbus, Leonardo und Thales haben im Oktober die gemeinsame Gründung eines neuen Weltraum- und Satellitenunternehmens angekündigt, das 2027 seinen Betrieb aufnehmen soll. Damit soll die strategische Autonomie Europas in der Raumfahrt gestärkt werden. Investoren interessieren sich für die Fortschritte.
FLUGZEUGAUSLIEFERUNGEN: Bei der Produktion seiner Verkehrsflugzeuge hat Airbus seit einigen Jahren mit Problemen zu kämpfen, die dem Konzern einen Strich durch seine Auslieferungspläne machen. So peilte Airbus im vergangenen Jahr zunächst die Auslieferung von rund 820 Maschinen an, musste dieses Ziel jedoch Anfang Dezember wegen Qualitätsproblemen bei den Rumpfverkleidungen einiger A320-Maschinen auf rund 790 Maschinen senken und übergab letztendlich 793 Maschinen an Kunden. In den Jahren zuvor hatten Engpässe bei Triebwerken und Kabinenausstattungen die termingerechte Montage und Auslieferung erschwert. Mit Blick auf das Jahr 2026 sind Analysten angesichts anhaltender Engpässe bei der Triebwerkslieferung vorsichtig und nehmen ein Ziel von etwa 880 Auslieferungen an. Das wären immer noch 11 Prozent mehr als im vergangenen Jahr.
Nachfolgend eine Auswertung der Prognosen von Analysten zum vierten Quartal und Gesamtjahr 2025.
=== . PROG PROG PROG 4. QUARTAL 2025 4Q25 ggVj Zahl 4Q24 Umsatz 26.626 +8% 11 24.716 EBIT bereinigt 4.828 +89% 10 2.556 EBIT 4.854 +86% 10 2.614 Ergebnis nach Steuern/Dritten 2.411 -1% 8 2.424 Ergebnis je Aktie 2,76 -10% 6 3,07 Free Cashflow* 5.249 -1% 4 5.308 * vor Kundenfinanzierungen . PROG PROG PROG GESAMTJAHR 2025 Gj25 ggVj Zahl Gj24 Umsatz 74.026 +7% 15 69.230 EBIT bereinigt 7.010 +31% 15 5.354 EBIT 6.555 +24% 14 5.304 Ergebnis nach Steuern/Dritten 4.876 +15% 15 4.232 Ergebnis je Aktie 6,18 +15% 12 5,36 Free Cashflow* 4.291 -4% 10 4.463 Dividende je Aktie 2,75 -8% 15 3,00 . PROG PROG GESAMTJAHR 2026 Gj26 Zahl Umsatz 82.960 15 EBIT bereinigt 8.344 15 EBIT 8.322 14 Ergebnis nach Steuern/Dritten 6.222 15 Ergebnis je Aktie 7,89 12 Free Cashflow* 5.908 10 Dividende je Aktie 3,32 15 ===
ERLÄUTERUNGEN:
- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro
- Bilanzierung nach IFRS
- Quellen: Angaben des Unternehmens, Prognosen von Visible Alpha (Stand: 12.2.2026)
- ggVj = Veränderung in Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
- das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr
- alle Angaben ohne Gewähr
Kontakt zur Autorin: Stefanie.haxel@wsj.com
DJG/sha/mgo
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February 16, 2026 09:00 ET (14:00 GMT)



















