Atos verzeichnet am Dienstag den stärksten Kursanstieg im SBF 120-Index an der Pariser Börse, nachdem die Tochtergesellschaft Eviden gemeinsam mit dem US-amerikanischen Konzern AMD ausgewählt wurde, einen Supercomputer der nächsten Generation für ein Forschungsprojekt des französischen Kommissariats für Atomenergie und alternative Energien (CEA) bereitzustellen.
Der Supercomputer, der zu Ehren der 2021 verstorbenen französischen Informatikerin Alice Recoque den Namen ,,Alice Recoque" trägt, ist für wissenschaftliche Berechnungen und Anwendungen der künstlichen Intelligenz vorgesehen. Er verfügt über eine Rechenleistung von mehr als einem Exaflop pro Sekunde - das entspricht einer Milliarde Milliarden Berechnungen pro Sekunde.
Das entspricht dem, was die Menschheit in vier Jahren ununterbrochenen Kopfrechnens leisten könnte, oder der Leistung von zehn Millionen Desktop-Computern.
Das Projekt, das auf den HPC-KI-Technologien von AMD basiert, weist über seine fünfjährige Betriebsdauer hinweg einen geschätzten Gesamtwert von 554 Millionen Euro auf.
Das System wird im ,,Très grand centre de calcul" (TGCC) des CEA in Bruyères-le-Châtel (Essonne) installiert, wo bereits andere Eviden-Systeme wie die Maschinen Joliot-Curie oder Topaze betrieben werden.
Im Detail umfasst der Supercomputer 94 Racks, 280 Kilometer Verkabelung und wiegt 280 Tonnen - das entspricht dem Gewicht von 28 Stadtbussen - verteilt auf 174 Quadratmeter. Trotz seiner Größe wird der Energieverbrauch reduziert sein, da die Anwendungen des Systems voraussichtlich 20 % weniger Energie benötigen als vergleichbare Exascale-Systeme.
An der Pariser Börse legte die Atos-Aktie am Dienstag gegen 15:45 Uhr um 1,5 % zu, nachdem sie nach Bekanntgabe des Vertrags bereits um 4,7 % gestiegen war.


















