Das französische IT-Dienstleistungsunternehmen Atos meldete am Freitag einen Jahresumsatz von knapp über 8 Milliarden Euro (9,3 Milliarden US-Dollar) und erfüllte damit sein Ziel. Dies spiegelt den Fortschritt im Rahmen des Turnarounds nach einer umfassenden finanziellen Restrukturierung wider.

Im Zuge des Restrukturierungsprogramms "Genesis", das auf die Wiederherstellung der Profitabilität nach Jahren der Turbulenzen abzielt, reduzierte das Unternehmen seine Mitarbeiterzahl um 19% auf 63.193 Beschäftigte.

* Der Umsatz der zentralen Atos-Geschäftseinheit ging organisch um 16,2% auf 6,96 Milliarden Euro zurück, obwohl im Laufe des Jahres ein bedeutender Cybersecurity-Auftrag der Europäischen Kommission gewonnen werden konnte.

* Die Umsätze in der Eviden-Sparte stiegen um 6,7% auf 1,04 Milliarden Euro, getrieben durch die Auslieferung des Jupiter-Supercomputers in Deutschland.

* Atos verfügte Ende Dezember über einen Auftragsbestand von 10,7 Milliarden Euro, was 1,3 Jahresumsätzen entspricht und eine solide Pipeline an vertraglich gesicherten Projekten signalisiert, die das Vertrauen in den eingeschlagenen Erholungskurs untermauert.

* Atos erwartet, dass 2026 ein "Jahr der Stabilisierung" wird, mit dem Ziel eines positiven organischen Umsatzwachstums. Im schwierigen Marktumfeld wird ein maximaler Rückgang von 5% als mögliches Risiko angesehen.

* Für die Jahre 2027-2028 plant das Unternehmen eine Beschleunigung des Wachstums und strebt ein jährliches Umsatzwachstum von 5-7% sowie eine operative Marge von 10% bis 2028 an.

* Atos will zudem das Verschuldungsverhältnis bis 2028 auf weniger als das 1,5-fache des operativen Ergebnisses senken, um ein Investment-Grade-Rating zu erreichen.

(1 US-Dollar = 0,8610 Euro) (Bericht von Leo Marchandon in Danzig, Redaktion: Milla Nissi-Prussak)