Alle vier Geschäftsbereiche des Unternehmens leiden unter dem schwierigen Umfeld. In der Konzernbetrachtung sank der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres um 4,2 %, während das operative Ergebnis sogar um 33 % einbrach.
Der freie Cashflow fiel um 42,4 % – von 210 Millionen Euro im Vorjahr auf 121 Millionen Euro. Damit dürfte der Mittelzufluss in diesem Jahr nicht ausreichen, um die Dividende zu decken; eine Kürzung erscheint folgerichtig.
Arkema hat sich zum Ziel gesetzt, den Umsatz bis 2028 auf 12 Milliarden Euro zu steigern. Angesichts der aktuellen Lage wird es allerdings nicht leicht sein, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Ein Blick auf die Aktienkursentwicklung spricht Bände: Ende 2025 notiert der Kurs auf demselben Niveau wie vor 15 Jahren.
Diese Stagnation erscheint nachvollziehbar, denn obwohl sich der Umsatz seit 2010 verdoppelt hat, dürfte das operative Ergebnis im Jahr 2025 kaum höher oder sogar niedriger ausfallen als damals.
Zudem hat sich die Zahl der ausgegebenen Aktien infolge diverser Kapitalerhöhungen um fast ein Viertel erhöht. Die Nettoverschuldung ist von einem kaum nennenswerten Betrag auf mittlerweile 3,4 Milliarden Euro angewachsen – eine drastische Entwicklung.
In diesem Kontext werfen die 4,6 Milliarden Euro, die in externe Wachstumsinitiativen geflossen sind, Fragen nach deren tatsächlichem wirtschaftlichen Nutzen auf. Zwar hat sich der an die Aktionäre ausschüttbare Cashflow – also der freie Cashflow – im Laufe des Konjunkturzyklus tendenziell verbessert, doch die Renditen der getätigten Investitionen wirken ungewiss.
Seit 2010 hat Arkema insgesamt 2,5 Milliarden Euro an Dividenden ausgeschüttet – rund die Hälfte des freien Cashflows vor Akquisitionen. Diese Zahlungen sind ins Verhältnis zur aktuellen Marktkapitalisierung von 3,9 Milliarden Euro zu setzen. Die Unternehmensbewertung – bestehend aus Börsenwert plus Nettoschulden – beläuft sich auf 7,3 Milliarden Euro.
Die Bewertung in Relation zum operativen Gewinn bewegt sich in etwa im Rahmen historischer Durchschnittswerte – leicht darunter, aber ohne signifikante Abweichung. Vor diesem Hintergrund bietet die Aktie aus Sicht eines chancenorientierten Anlegers derzeit wenig Reiz.



















