Apple und Google haben in dieser Woche eine neue Runde von Warnmeldungen vor Cyber-Bedrohungen an Nutzer auf der ganzen Welt verschickt. Die Unternehmen kündigten damit ihre jüngste Initiative an, um Kunden besser vor Überwachungsbedrohungen zu schützen.
Apple und das zu Alphabet gehörende Google gehören zu mehreren Technologieunternehmen, die regelmäßig Warnungen an Nutzer ausgeben, wenn sie feststellen, dass diese möglicherweise von staatlich unterstützten Hackern ins Visier genommen wurden.
Apple erklärte, die Warnungen seien am 2. Dezember herausgegeben worden, machte jedoch nur wenige weitere Angaben zu den angeblichen Hacking-Aktivitäten und beantwortete keine Fragen zur Anzahl der betroffenen Nutzer oder dazu, wer hinter der Überwachung vermutet wird. Apple teilte mit: ,,Bis heute haben wir Nutzer in insgesamt über 150 Ländern benachrichtigt."
Die Mitteilung von Apple folgt auf Googles Ankündigung vom 3. Dezember, in der das Unternehmen mitteilte, alle bekannten Nutzer zu warnen, die mit Hilfe der Intellexa-Spyware ins Visier genommen wurden. Laut Google betrifft dies ,,mehrere hundert Konten in verschiedenen Ländern, darunter Pakistan, Kasachstan, Angola, Ägypten, Usbekistan, Saudi-Arabien und Tadschikistan."
Google erklärte in seiner Mitteilung, dass Intellexa, ein Unternehmen für Cyber-Intelligenz, das von der US-Regierung sanktioniert ist, ,,Beschränkungen umgeht und floriert".
Führungskräfte, die mit Intellexa in Verbindung stehen, reagierten nicht umgehend auf Anfragen.
Frühere Wellen solcher Warnungen sorgten für Schlagzeilen und führten zu Untersuchungen durch staatliche Stellen, darunter die Europäische Union, deren ranghohe Beamte zuvor bereits mit Spyware angegriffen wurden.
Bedrohungsbenachrichtigungen verursachen Kosten für Cyber-Spione, indem sie die Opfer warnen, sagte John Scott-Railton, Forscher bei der kanadischen Digitalüberwachungsgruppe Citizen Lab. Er erklärte, sie seien ,,oft auch der erste Schritt in einer Reihe von Ermittlungen und Entdeckungen, die zu echter Rechenschaftspflicht bei Missbrauch von Spyware führen können."




















