Bangalore, 18. Mai (Reuters) - Das US-Softwarehaus Anthropic wird einem Zeitungsbericht zufolge die internationale Bankenaufsicht über die Risiken für das Finanzsystem durch sein neues KI-Modell "Mythos" unterrichten. Im Mittelpunkt stünden die Schwachstellen in IT-Systemen der Banken, die das Programm von Anthropic aufgedeckt habe, schrieb die "Financial Times" am Montag unter Berufung auf Insider. Der britische Notenbankchef Andrew Bailey habe das Treffen von Anthropic, dem Financial Stability Board (FSB), führenden Zentralbankern und Vertretern diverser Finanzministerien angeregt. Bailey führt derzeit den Vorsitz des FSB, das die Bankenaufsicht der 20 größten Industrie- und Schwellenländer koordiniert. Anthropic und das FSB waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Anthropics KI-Modell "Mythos" zeichnet sich durch verbesserte Fähigkeiten aus, Schwachstellen in Computerprogrammen aufzuspüren und auszunutzen. Es entdeckt Sicherheitslücken, die bei manuellen Prüfungen teilweise viele Jahre lang übersehen wurden. Experten zufolge können selbst Laien mithilfe dieser Software komplexe Hackerangriffe starten. Die mitunter jahrzehntealten IT-Systeme der Finanzbranche gelten als besonders anfällig für derartige Attacken.
Aus diesem Grund verzichtet Anthropic bislang auf eine Veröffentlichung von Mythos. Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Unternehmen rief stattdessen das "Project Glasswing" ins Leben. Es bietet ausgewählten Institutionen vorab Zugriff auf die neue Technologie, um kritische IT-Systeme vor künftigen Cyberangriffen zu schützen. US-Finanzinstitute haben bereits Zugang zu Anthropics Modell. Insidern zufolge sollen europäische und japanische Geldhäuser "Mythos" demnächst ebenfalls zu Testzwecken nutzen können. Die Europäische Zentralbank (EZB) rief die hiesigen Finanzinstitute dazu auf, bereits jetzt ihre IT-Sicherheit zu verstärken.
(Bericht von Ananya Palyekar; geschrieben von Hakan Ersen, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)
Die Microsoft Corporation ist weltweit führend in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Betriebssystemen und Softwareprogrammen für PCs und Server. Der Konzern produziert und vertreibt außerdem Computerausrüstung. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche: - Verkauf von Betriebssystemen und Anwendungsentwicklungstools (42,9 %): hauptsächlich für Server (Azure, SQL Server, Windows Server, Visual Studio, System Center, GitHub usw.) und (Windows); - Entwicklung von Cloud-basierten Softwareanwendungen (37,7 %): Programme für Produktivität (Microsoft 365; Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher und Access), integriertes Management und Kundenbeziehungsmanagement (Dynamics 365), Online-Dateifreigabe und -verwaltung (OneDrive) sowie einheitliche und kollaborative Kommunikation (Microsoft Teams); - Sonstiges (19,4 %): vor allem Verkauf von Softwarelizenzen (Windows), Tablets (Microsoft Surface), Videospielkonsolen und -software (Xbox), Computerzubehör usw. Die Vereinigten Staaten machen 51,3 % des Nettoumsatzes aus.
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.