Anleger zwischen Börsenoptimismus und geopolitischen Sorgen
Die europäischen Märkte bewegen sich in positivem Terrain, geprägt von einer Flut an Unternehmenszahlen, kontrastreichen Makroindikatoren und anhaltenden geopolitischen Spannungen. Der CAC 40 legt um 0,63% auf 8.058 Punkte zu, während der Euro Stoxx 50 um 0,61% steigt. Frankfurt verbucht ein Plus von 1,03% und London gewinnt 0,04%.
Veröffentlicht am 14.05.2026 um 10:54 - Geändert am 14.05.2026 um 17:47
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Im Nahen Osten verschärft Israel unterdessen seine Angriffe im Libanon, wo Bombardierungen laut dem libanesischen Gesundheitsministerium trotz der geltenden Waffenruhe mehr als 20 Todesopfer gefordert haben. Diese erneute Eskalation erfolgt vor dem Hintergrund direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon, die am Donnerstag in Washington aufgenommen werden sollen.
Werte im Fokus
Der Pariser Leitindex wird von Stellantis (+3,13%) und STMicroelectronics (+2,33%) angeführt. Carrefour (-0,78%) und Airbus (-0,40%) notieren hingegen schwächer.
In Madrid springt Telefonica um mehr als 6% nach oben, nachdem das Unternehmen die Anleger bezüglich seines Finanzkurses beruhigen konnte. Der spanische Betreiber bestätigte anlässlich der Veröffentlichung seiner Quartalsergebnisse, die trotz eines Nettoverlusts infolge jüngster Asset-Verkäufe in Lateinamerika weitgehend den Erwartungen entsprachen, seine Ziele bis 2026.
In London gibt Burberry um 4,88% nach, nachdem der Konzern einen Rückgang des Jahresumsatzes meldete und die Aussetzung der Dividendenzahlung an die Aktionäre ankündigte. Für das Geschäftsjahr 2025-2026 gab der britische Luxusgigant jedoch an, dass der bereinigte operative Gewinn bei 160 Millionen Pfund Sterling lag, verglichen mit 26 Mio. GBP im Vorjahr. Die bereinigte operative Marge von 6,6% stieg auf Basis konstanter Wechselkurse um 570 Basispunkte und auf realer Basis um 560 Basispunkte, gestützt durch Einsparungen bei den Betriebskosten (Opex) in Höhe von 80 Mio. GBP in diesem Turnus.
Die Investoren behalten zudem die wirtschaftliche Konjunktur genau im Auge. Im Vereinigten Königreich stieg das BIP im März im Jahresvergleich um 1,2% und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die nach einem Wachstum von 1% im Februar mit einem Plus von 0,7% gerechnet hatten.
Am Nachmittag werden die Märkte in den USA vor dem Hintergrund wieder aufflammender Inflationssorgen die Einzelhandelsumsätze sowie den Index der Importpreise beobachten. Sowohl der Verbraucherpreisindex (CPI) als auch der Erzeugerpreisindex (PPI) zeigten in dieser Woche eine Beschleunigung des Inflationsdrucks, was die Befürchtungen hinsichtlich der Folgen des Krieges im Nahen Osten und des sprunghaften Anstiegs der Ölpreise neu entfachte.
Am Devisenmarkt gibt der Euro um 0,03% auf 1,1712 Dollar nach.

















