Die vor zwei Jahren gegründete Investmentgesellschaft ist bereits seit Monaten an BWX Technologies beteiligt. Mitbegründer Alex Silver äußerte sich dazu am Dienstag öffentlich auf der Sohn Investment Conference in New York.
Vor fast einem Jahrzehnt legte BWX Technologies das Design für einen kleinen modularen Druckwasserreaktor (SMR) ad acta. Ananym ist der Überzeugung, dass dieses Konzept angesichts des boomenden Bedarfs an sauberer Energie durch Rechenzentrum Betreiber heute wettbewerbsfähig wäre.
Das in Lynchburg, Virginia, ansässige Unternehmen BWX Technologies weist einen Marktwert von 19 Milliarden Dollar auf. Es beliefert die U.S. Navy mit Kernreaktoren und produziert sowie wartet fortschrittliche kommerzielle Nuklearkomponenten sowie Radioisotope für Diagnostik und Therapie.
Die Aktie, die am Dienstag an der New York Stock Exchange bei 206,83 Dollar schloss, ist in den letzten 12 Monaten um rund 93% gestiegen. Die Gewinne wurden durch den wachsenden Energiebedarf, höhere Verteidigungsausgaben, staatliche und kommerzielle Investitionen in die Kernkraft sowie das Wachstum in der Nuklearmedizin befeuert.
MULTIPLE PFADE ZUR STEIGERUNG DES SHAREHOLDER VALUE
Ananym argumentiert, dass das Unternehmen über mehrere Wege verfügt, um weiteren Wert für die Aktionäre zu schaffen. Der Aktienkurs von BWX Technologies könnte um etwa 45% steigen, wenn das Unternehmen weiterhin als reiner Zulieferer für Hersteller großer Reaktoren und Siedewasser-SMRs fungiert, so die Analyse von Ananym.
Da es jedoch keinen klaren Marktführer im Bereich der Druckwasser-SMRs gibt, habe BWX Technologies die Chance, seine 'mPower'-Technologie entweder allein oder im Rahmen eines Joint Ventures zu entwickeln, was den Aktienkurs noch deutlicher nach oben treiben könnte.
Ananym betonte, dass dies die bestehenden Umsätze nicht kannibalisieren würde, da es für Druckwasser- und Siedewasser-SMRs unterschiedliche Käufergruppen gebe und die Nachfrage insgesamt enorm sei.
Die Trump-Administration hat bereits das Ziel ausgegeben, die Kernenergiekapazität bis 2050 zu vervierfachen.
Die beiden Gründungspartner von Ananym, Silver und Charlie Penner, verfügen über renommierte Lebensläufe in der Welt des Aktionärsaktivismus. Penner forderte 2021 beim Hedgefonds Engine No. 1 erfolgreich den Vorstand von Exxon Mobil heraus und war zuvor Partner bei Jana Partners. Silver war Gründungspartner bei P2 Capital Partners.
Das Duo drängte im November 2024 auf signifikante Veränderungen beim Medizin- und Dentalzulieferer Henry Schein und forderte das Energietechnologieunternehmen Baker Hughes auf, sein Geschäft mit Ölfeldausrüstung und -dienstleistungen auszugliedern. (Berichterstattung durch Svea Herbst-Bayliss in New York; Redaktion durch Matthew Lewis)


















