Nach fünfzehn Jahren Seitwärtsbewegung an der Börse erfand sich der Konzern 2017 mit der Übernahme von Linear Technology neu; es folgte 2021 die Fusion mit Maxim Integrated, die eine Reihe neuer Märkte erschloss – insbesondere in der Automobil- und Medizintechnik.
Diese beiden strategischen Transaktionen stärkten die Marktposition erheblich und sorgten für eine ausgewogene Aufstellung des Geschäftsportfolios. Bemerkenswert ist, dass die Fusion mit Maxim vollständig über Analog-Aktien finanziert wurde – und zwar zu einem Zeitpunkt, als diese mit einem Rekordmultiple von über dem 30-Fachen des EBITDA bewertet waren.
Ein Zeichen der Zeit: Genau auf dieses Bewertungsniveau bewegt sich der Konzern derzeit wieder zu. Denn nach dem Rückgang im vergangenen Jahr – eine unvermeidliche Gegenbewegung nach der außergewöhnlichen Pandemie-Konjunktur – ist der Umsatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres wieder auf Wachstumskurs.
Wie üblich dürfte Analog in der Lage sein, den gesamten Gewinn an die Aktionäre zurückzuführen, also zwischen drei und vier Milliarden US-Dollar pro Jahr. Dies steht einer Marktkapitalisierung von 120 Milliarden US-Dollar gegenüber.
Das Unternehmen agiert ausgesprochen vorsichtig und weist nur eine sehr geringe Verschuldung auf – kaum mehr als das Anderthalbfache eines Jahresgewinns. Das erklärt zum Teil, weshalb die Eigenkapitalrendite von manchen Beobachtern als wenig attraktiv beurteilt wird. Allerdings erzielt ein Wettbewerber wie Texas Instruments eine höhere wirtschaftliche Performance ebenfalls ohne jeglichen Leverage.
Auffällig ist, dass Analog seit 2021 massiv eigene Aktien zurückkauft – just in einer Phase, in der die Bewertung auf zyklischen Höchstniveaus notiert. Betrachtet man die jüngsten Aktienverkäufe am Markt, scheint sich Mitgründer Raymond Stata dieser Einschätzung anzuschließen.

















