AMETEK, gegründet 1930 und mit Hauptsitz in Berwyn, Pennsylvania, ist auf die Entwicklung und Herstellung fortschrittlicher elektronischer Instrumente und elektromechanischer Geräte für die Luft- und Raumfahrt, die Industrie und den Medizinmarkt spezialisiert. Das Unternehmen ist in zwei Segmente unterteilt: Electronic Instruments Group (EIG) und Electromechanical Group (EMG). Geografisch ist das Geschäft in die Vereinigten Staaten und international unterteilt.
AMETEK übernimmt FARO
Am 21. Juli 2025 gab AMETEK die Übernahme von FARO Technologies für 920 Mio. US-Dollar bekannt und integrierte das Unternehmen in die Ultra Precision Technology Division. Diese Akquisition erweitert AMETEKs Fähigkeiten im Bereich 3D-Messtechnik und digitale Realität und unterstützt die Expansion in wachstumsstarke Märkte. Die Integration des FARO-Portfolios aus Präzisionsinstrumenten und Software festigt AMETEKs Position im Bereich fortschrittlicher Messtechnologien.
Kräftiges Cash-Wachstum
AMETEK erzielte im Zeitraum GJ 21-24 eine durchschnittliche jährliche Umsatzwachstumsrate (CAGR) von 7,8 % und erreichte 6,9 Mrd. US-Dollar, getrieben durch strategische Übernahmen und eine starke Performance im diversifizierten Portfolio. Das operative Ergebnis stieg mit einer CAGR von 10,8 % auf 1,8 Mrd. US-Dollar, wobei die Marge von 23,6 % auf 25,6 % ausgebaut wurde.
Im Zeitraum GJ 21-24 erreichte der Free Cashflow (FCF) 1,6 Mrd. US-Dollar, nach zuvor 875 Mio. US-Dollar, unterstützt durch ein starkes Wachstum des operativen Cashflows, der von 1,2 Mrd. US-Dollar auf 1,8 Mrd. US-Dollar anstieg. Dies führte dazu, dass die liquiden Mittel von 347 Mio. US-Dollar auf 374 Mio. US-Dollar stiegen. Die Gesamtverschuldung sank von 2,7 Mrd. US-Dollar auf 2,3 Mrd. US-Dollar; folglich ging der Verschuldungsgrad von 39,6 % auf 24,1 % zurück.
Im dritten Quartal 2025 erzielte AMETEK beeindruckende Ergebnisse mit solidem Umsatzwachstum, getragen von starkem Wachstum der Kerngeschäftsbereiche sowie breitem Anstieg bei Umsatz und Auftragseingang. Zudem stieg die operative Marge um 15 Basispunkte auf 25,8 %.
Zum Vergleich: Teledyne Technologies Incorporated, ein lokaler Wettbewerber, verzeichnete im Zeitraum GJ 21-24 eine Umsatz-CAGR von 7,1 % auf 5,7 Mrd. US-Dollar. Das EBIT wuchs mit einer CAGR von 12,4 % auf 1,1 Mrd. US-Dollar, wobei die Marge von 14,3 % auf 18,6 % ausgebaut wurde.
Verbesserte Bewertungsentwicklung
Im vergangenen Jahr zahlte das Unternehmen eine jährliche Dividende von 1,1 US-Dollar im GJ 24, was einer Dividendenrendite von 0,6 % entspricht.
AMETEK wird derzeit mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 30,4 gehandelt, basierend auf dem für GJ 25 geschätzten Gewinn je Aktie von 6,4 US-Dollar. Dies liegt über dem 3-Jahres-Durchschnitt von 29,1 sowie über dem KGV von Teledyne (28,0). Das Unternehmen wird aktuell mit einem EV/EBIT-Multiplikator von 23,9 gehandelt, basierend auf dem für GJ 25 geschätzten EBIT von 1,9 Mrd. US-Dollar, was über dem 3-Jahres-Durchschnitt von 23,6 sowie über Teledyne (22,2) liegt.
AMETEK wird von 18 Analysten beobachtet, davon empfehlen elf den Kauf und sieben das Halten, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 219,2 US-Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von 12,9 % gegenüber dem aktuellen Kurs bedeutet.
Diese Einschätzungen werden durch eine erwartete Umsatz-CAGR von 6,3 % im Zeitraum GJ 24-27 untermauert, wobei der Umsatz im GJ 27 auf 8,3 Mrd. US-Dollar steigen soll. Analysten erwarten zudem eine EBIT-CAGR von 7,8 % auf 2,3 Mrd. US-Dollar, mit einer Margenausweitung um 115 Basispunkte auf 27,2 %. Der Nettogewinn wird voraussichtlich mit einer CAGR von 8,9 % auf 1,8 Mrd. US-Dollar steigen. Zum Vergleich: Bei Teledyne erwarten Analysten eine EBIT-CAGR von 11,2 % und eine Nettogewinn-CAGR von 8,4 %.
Insgesamt hat AMETEK eine widerstandsfähige historische Performance gezeigt, gestützt durch eine starke operative Umsetzung und erfolgreiche Expansionsinitiativen. Mit Blick auf die Zukunft ist das Unternehmen gut positioniert für weiteres Wachstum, unterstützt durch verbesserte technologische Fähigkeiten und eine starke Marktperspektive. Allerdings könnte das Wachstum und die langfristige Rentabilität durch Risiken wie Lieferkettenstörungen, steigende Kosten, Marktschwankungen und technologische Veränderungen beeinträchtigt werden.



















