AMD und Eviden haben ihre Auswahl bekannt gegeben, gemeinsam den Alice Recoque zu bauen - einen Supercomputer der nächsten Generation, der den steigenden Bedarf an Hochleistungsrechnen (HPC) und Künstlicher Intelligenz (KI) bedienen und als sogenannte KI-Fabrik dienen soll. Alice Recoque wird der erste Exascale-Supercomputer Frankreichs und der zweite in Europa sein. Das Projekt wird vom Grand équipement national de calcul intensif (GENCI) geleitet, vom Commissariat à l'énergie atomique et aux énergies alternatives (CEA) betrieben und nutzt die neuesten KI- und HPC-Technologien von AMD. Mit einem Gesamtvolumen von 544 Millionen Euro wird das Projekt von der EuroHPC JU finanziert, wobei das Budget aus dem Digital Europe Programme (DEP) stammt. Der Jules Verne-Konsortium, angeführt von Frankreich durch GENCI und CEA, beteiligt zudem die niederländische IT-Kooperation SURF sowie Griechenland mit GRNET.

Zu den Herausforderungen für AMD zählen die Fähigkeit, Umsätze mit seinen semi-kundenspezifischen SoC-Produkten zu generieren, potenzielle Sicherheitslücken und Sicherheitsvorfälle wie IT-Ausfälle, Datenverluste, Datenschutzverletzungen und Cyberangriffe. Hinzu kommen Unsicherheiten bei Bestellung und Auslieferung von AMD-Produkten sowie die Abhängigkeit von Drittanbieter-Patenten zur Entwicklung neuer Produkte. AMD ist zudem auf externe Unternehmen für Design, Herstellung und Lieferung von Motherboards, Software, Speicher und anderen Computerkomponenten angewiesen. Die Unterstützung von Microsoft und anderen Softwareanbietern ist notwendig, um Software für AMD-Produkte zu entwickeln. Das Unternehmen verlässt sich außerdem auf Drittanbieter-Distributoren und Add-in-Board-Partner. Weitere Risiken ergeben sich durch Änderungen oder Unterbrechungen interner Geschäftsprozesse und Informationssysteme, die Kompatibilität der AMD-Produkte mit branchenüblicher Soft- und Hardware, Kosten durch fehlerhafte Produkte, Effizienz der Lieferkette und die Fähigkeit, auf externe Logistikfunktionen zu setzen. Hinzu kommen Herausforderungen bei der Kontrolle des Graumarktes, Auswirkungen des Klimawandels auf das Geschäft, staatliche Maßnahmen und Regulierungen wie Exportauflagen, Importzölle, Handelsprotektionismus und Lizenzanforderungen. Die Realisierung latenter Steueransprüche, potenzielle Steuerverpflichtungen, laufende und künftige Rechtsstreitigkeiten, Auswirkungen von Umweltgesetzen und Regelungen zu Konfliktmineralien sowie sich wandelnde Erwartungen an unternehmerische Verantwortung stellen weitere Unsicherheiten dar. Auch Fragen zur verantwortungsvollen Nutzung von KI, vertragliche Einschränkungen durch Anleihen und Kreditvereinbarungen, Auswirkungen von Übernahmen, Joint Ventures und strategischen Investitionen - darunter die Integration von ZT Systems - sowie mögliche Wertminderungen von Unternehmensvermögen, politische, rechtliche und wirtschaftliche Risiken, Naturkatastrophen, künftige Wertberichtigungen auf Technologielizenzen, die Gewinnung und Bindung von Fachkräften sowie die Volatilität des AMD-Aktienkurses spielen eine Rolle.