Advanced Micro Devices (AMD) erwartet für das zweite Quartal einen Umsatz über den Markterwartungen, getragen von der starken Nachfrage nach Chips für Rechenzentren. Der Konzern prognostiziert Erlöse von rund 11,2 Mrd. $ mit einer Schwankungsbreite von plus oder minus 300 Mio. $. Analysten hatten laut LSEG lediglich mit 10,52 Mrd. $ gerechnet. Nach Veröffentlichung der Zahlen legt die Aktie im nachbörslichen Handel um rund 17 % zu.
Lange Zeit galt AMD vor allem als direkter Rivale von Nvidia. Nun profitiert das Unternehmen von einem zusätzlichen Wachstumsschub durch seine Prozessoren, da Unternehmen zunehmend von der Trainingsphase von KI-Modellen zu deren produktivem Einsatz übergehen.
Der Konzern hat insbesondere eine Vereinbarung mit Meta Platforms abgeschlossen, deren Volumen sich über fünf Jahre auf bis zu 60 Mrd. $ belaufen könnte. Die Vereinbarung umfasst zudem eine potenzielle Kapitalbeteiligung von bis zu 10 %.
An der Börse verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn bereits ein Plus von rund 60 % und entwickelt sich damit besser als Nvidia sowie der Philadelphia Semiconductor Index.
Der Wettbewerb bleibt jedoch intensiv. Vor allem Intel baut seine Produktionskapazitäten aus, um von der steigenden Nachfrage zu profitieren. AMD bleibt seinerseits von den begrenzten Fertigungskapazitäten des Auftragsfertigers TSMC abhängig, was die Expansion des Konzerns bremsen könnte.
Darüber hinaus kämpft die Branche mit einem weltweiten Engpass bei Speicherbausteinen infolge der starken Nachfrage nach Hochbandbreiten-Komponenten. Diese Situation könnte zu steigenden Preisen führen und bestimmte Segmente wie die Unterhaltungselektronik belasten.
Advanced Micro Devices, Inc. ist auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Halbleitern und Mikroprozessoren spezialisiert. Das Unternehmen vertreibt Prozessoren, Chips, Karten, Verbindungsprodukte, Adapter usw., die in erster Linie für Computer, Server, Workstations, Telefone und Spielkonsolen bestimmt sind. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Vereinigte Staaten (32,8 %), China (22,4 %), Taiwan (15 %), Singapur (12,4 %) und andere (17,4 %).
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.