Amazon hat eine Vereinbarung zum Kauf von Bee, einem in San Francisco ansässigen Startup, getroffen. Bee entwickelt ein mit künstlicher Intelligenz ausgestattetes Armband, das Gespräche aufzeichnen und transkribieren kann.

Das 50 US-Dollar teure Armband von Bee kann die aufgenommenen Gespräche analysieren und zusammenfassen, um etwa Zusammenfassungen, To-do-Listen oder andere Aufgaben zu erstellen. Amazon bestätigte den Deal am Dienstag, nachdem Bee-CEO und Mitgründerin Maria de Lourdes Zollo einen entsprechenden Beitrag auf LinkedIn veröffentlicht hatte.

Der Abschluss der Übernahme steht noch aus, und Amazon wollte keine Details zu den Konditionen nennen. Ein Unternehmenssprecher erklärte, Amazon werde gemeinsam mit Bee daran arbeiten, den Nutzern mehr Kontrolle über die Geräte zu geben. Die Armbänder sind so konzipiert, dass sie Gespräche automatisch transkribieren, können jedoch auch stummgeschaltet werden.

"Wir stellten uns eine Welt vor, in der KI wirklich persönlich ist, in der Ihr Leben von Technologie verstanden und verbessert wird, die gemeinsam mit Ihnen lernt", schrieb Zollo in ihrem Beitrag. Sie reagierte am Dienstag nicht sofort auf eine Anfrage.

Es ist nicht Amazons erster Schritt im Bereich der Wearables. Der Online-Händler aus Seattle hatte bereits eine Reihe von Fitness-Trackern namens Halo auf den Markt gebracht, das Projekt jedoch 2023 eingestellt. Zudem vertreibt Amazon unter der Marke Echo eine Serie von Smart Glasses mit der Sprachassistentin Alexa.

Auch OpenAI, die Muttergesellschaft von ChatGPT, kaufte kürzlich das KI-Geräte-Startup io des ehemaligen Apple-Designers Jony Ive für rund 6,5 Milliarden US-Dollar. Andere Startups haben sich ebenfalls an KI-Wearables versucht, jedoch mit gemischten Ergebnissen.

In ihrem Beitrag dankte Zollo dem Amazon-Manager Panos Panay, was darauf hindeutet, dass Bee nach Abschluss der Übernahme zu seiner Abteilung wechseln wird. Ein Großteil der KI-Entwicklung bei Amazon erfolgt in der Amazon Web Services-Sparte.

Bee wurde 2022 gegründet.