Das Geschäft vertieft die Beziehung zwischen den beiden Unternehmen, während Anthropic unter Hochdruck versucht, Kapazitäten zur Stärkung seiner Modelle zu sichern.
Der in Seattle ansässige Konzern Amazon wird zunächst 5 Milliarden Dollar in Anthropic investieren, weitere 20 Milliarden Dollar folgen in der Zukunft in Abhängigkeit von bestimmten kommerziellen Meilensteinen. Dies geschieht zusätzlich zu den 8 Milliarden Dollar, die Amazon bereits zuvor in das Unternehmen investiert hat.
Amazon hatte Mühe, Begeisterung für seine eigenen KI-Modelle wie Nova zu wecken, bleibt jedoch führend bei der Bereitstellung der kritischen Infrastruktur für den KI-Boom, wie etwa Cloud-Rechenleistung. Amazon gab an, in diesem Jahr Investitionsausgaben in Höhe von rund 200 Milliarden Dollar zu erwarten, die größtenteils in die KI-Entwicklung fließen.
Amazon setzt zudem massiv auf die größten KI-Startups. Die neue Investition in Anthropic, den Entwickler von Claude, folgt auf die Ankündigung von Amazon Anfang des Jahres, bis zu 50 Milliarden Dollar in OpenAI, den Schöpfer von ChatGPT, zu investieren.
In einer Erklärung teilte Anthropic mit, dass man bis zum Jahresende eine Kapazität von etwa 1 Gigawatt über Trainium2- und Trainium3-Chips erwarte. Letztlich strebt Anthropic an, sich bis zu 5 Gigawatt dieser Kapazität zu sichern.
Amazon-CEO Andy Jassy erklärte, dass die Nutzung von Trainium-Chips durch Anthropic "den Fortschritt widerspiegelt, den wir gemeinsam bei kundenspezifischen Halbleitern erzielt haben".
Anthropic zielt darauf ab, im KI-Wettlauf durch Modellveröffentlichungen mit Fokus auf Programmierung und Design die Nase vorn zu haben, während Amazon Kunden für seine eigenen, für das Training und die Inferenz künstlicher Intelligenz entwickelten Chips sucht.
Die Amazon-Aktie stieg im nachbörschlichen Handel um rund 2,7 %.



















