Unseren Modellen zufolge war der Bahntechnikkonzern für die anstehende Index-Überprüfung relativ gut positioniert, um in den CAC 40 zurückzukehren. Vor dem Kurssturz rangierte Alstom auf Basis der Streubesitz-Marktkapitalisierung und der Handelsvolumina auf Platz 35 des Pariser Tableaus. Der Einbruch um mehr als 30% lässt den Titel nun jäh auf Platz 42 zurückfallen, womit er als Anwärter auf den Leitindex der Pariser Börse vorerst ausscheidet.

Diese Situation könnte Renault zugutekommen, dem derzeit schwächsten Wert im CAC 40. Selbst nach dem Ausscheiden von Alstom aus dem engeren Bewerberkreis wiegen mehrere Unternehmen am Pariser Markt schwerer als der Automobilhersteller. Renault dürfte jedoch durch die sogenannten "Buffer-Regeln" geschützt werden - jenen Bonus, der bereits im Index vertretenen Unternehmen gewährt wird. Alstom war nach unserer Analyse zum aktuellen Zeitpunkt die einzige Gesellschaft, die dieses Puffer-Prinzip hätte aushebeln können.

Weiter unten im Ranking hat Ipsen gute Chancen auf einen Aufstieg vom CAC Mid 60 in den CAC Next 20. Der Kursanstieg der Aktie um 36% seit dem 1. Januar und um 78% auf Jahressicht untermauert diese Prognose. Elis befindet sich in einer ähnlichen Lage, verfügt jedoch über einen geringeren Spielraum; hier wird das Aufstiegsszenario durch Kursgewinne von 24% innerhalb eines Jahres gestützt.

Vorsicht ist dennoch geboten: Die Lage kann sich noch verändern, da der Indexbeirat erst am 11. Juni zusammenkommt, um über die vierteljährliche Neugewichtung zu entscheiden. Der Countdown läuft.