FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Alstom sind am Dienstag nach einer skeptischen Analyse von Kepler Cheuvreux unter die 21-Tage-Linie gerutscht. Die Papiere des Industriekonzerns verloren bis zu 2,7 Prozent auf 25,68 Euro. Anfang Januar hatten sie mit gut 27 Euro noch einen Höchststand seit Sommer 2023 erreicht.
Kepler-Branchenexperte William Mackie stufte sie nun bei einem reduzierten Kursziel von 25 Euro auf "Reduce" ab. Nach dem Anstieg der Auftragseingänge betont er Umsetzungsrisiken bei den Projekten der Franzosen. Zudem monierte er den unsicheren Barmittelumschlag aus den Gewinnen. Alstom stünde ein Jahr strategischer Anpassungen mit neuem Konzernchef bevor.
Auch Siemens stufte Mackie auf "Reduce" ab. Die Aktien der Münchner reagierten allerdings kaum. Dagegen legten ABB nach einer Kaufempfehlung zu./ag/mis
Alstom ist einer der weltweit führenden Hersteller von Infrastrukturen für den Schienenverkehr. Der Nettoumsatz gliedert sich wie folgt nach Produkt- und Dienstleistungsfamilien: - Schienenfahrzeuge (51,1 %): Züge, Straßenbahnen und Lokomotiven; - Eisenbahn-Dienstleistungen (24,3 %): Wartung, Modernisierung, Ersatzteilmanagement, Support und technische Unterstützung; - Signal-, Informations- und Steuerungssysteme (14,3 %); - Eisenbahninfrastrukturen (10,3 %): Infrastrukturen für den Gleisbau, elektrische Energieversorgungssysteme, elektromechanische Ausrüstung, Telekommunikationsgeräte und Fahrgastinformation in Bahnhöfen, Terminals für den automatischen Fahrkartenverkauf, Zugang zu Rolltreppen, Aufzüge für Behinderte, automatische Bahnsteigtüren, Belüftungs-, Klima- und Beleuchtungssysteme. Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Frankreich (17,1 %), Europa (39,6 %), Amerika (19,8 %), Asien/Pazifik (14,5 %) und Naher Osten/Afrika/Zentralasien (9 %).