Alstom S.A. und die Transports publics de la région lausannoise (tl) haben einen Vertrag im Wert von 295 Millionen Euro zur Modernisierung der Lausanner Metrolinie M2 unterzeichnet. Das Projekt wird durch den Einsatz eines neuen CBTC-Systems (Communications-Based Train Control) in Kombination mit einer Modernisierung der bestehenden Zugflotte zur Mitte ihrer Lebensdauer höhere Taktfrequenzen und eine Steigerung der Fahrgastkapazität ermöglichen. Das neue Signalsystem erlaubt einen dichteren Zugfolgetakt mit höherer Präzision, wodurch mehr Züge auf der Strecke verkehren können. Dies reduziert die Wartezeiten und bedient die wachsende Fahrgastnachfrage bei gleichzeitig höchster Sicherheit und Zuverlässigkeit.
Die für das Projekt gewählte CBTC-Lösung 'Urbalis Fluence' nutzt eine zugzentrierte Architektur mit erhöhter Onboard-Intelligenz, um Kapazität und betriebliche Flexibilität zu maximieren und gleichzeitig Infrastrukturänderungen sowie zusätzliche streckenseitige Ausrüstung zu begrenzen. Sie eignet sich hervorragend für die Modernisierung bestehender, vollautomatischer Metrolinien, da sie die Leistung verbessert, vorhandene Anlagen optimal nutzt und schrittweise Upgrades im Einklang mit langfristigen Netzstrategien ermöglicht. Parallel zur Signaltechnik-Erneuerung wird die M2-Flotte am Alstom-Standort in Villeneuve (Schweiz) einer umfassenden Modernisierung unterzogen, was die Lebensdauer der Metrowagen effektiv verlängert.
Das 'FlexCare Modernise'-Programm umfasst die Erneuerung zentraler Bordsysteme, insbesondere des Zugsteuerungs- und Überwachungssystems (TCMS), das vollständig in die neue CBTC-Signalisierung integriert wird, sowie Verbesserungen im Innenraum und eine Auffrischung des Außendesigns der Züge. Zusammen werden diese Upgrades höhere Kapazitäten, eine verbesserte Zuverlässigkeit und ein optimiertes Fahrgasterlebnis freisetzen. Dies unterstreicht die Kompetenz von Alstom bei der Umsetzung komplexer Modernisierungsprogramme, die vollständig in fortschrittliche digitale Signalsysteme integriert sind. Die Vereinbarung umfasst zudem technischen Support und Obsoleszenzmanagement, um den zuverlässigen Betrieb der Linie M2 während der Übergangsphase und darüber hinaus zu sichern.
Die Arbeiten werden sorgfältig gestaffelt, um Beeinträchtigungen des täglichen Betriebs zu minimieren. Die meisten Installations- und Testaktivitäten werden in kurzen Nachtfenstern durchgeführt, sodass der Fahrgastbetrieb während des gesamten Programms aufrechterhalten werden kann. Dies spiegelt den Charakter des 'Brownfield'-Projekts wider, bei dem ein CBTC-System der neuen Generation in eine voll in Betrieb befindliche Metrolinie integriert wird.

















