Aktien und Anleihen verzeichneten am Mittwoch deutliche Kursgewinne, während der US-Dollar nachgab. Auslöser war ein Bericht von Axios, wonach die USA und der Iran kurz vor der Unterzeichnung eines einseitigen Memorandums zur Beendigung des Krieges stehen, was die Ölpreise auf Talfahrt schickte.

Der europäische Leitindex STOXX 600 legte kräftig zu und notierte zuletzt 2,2 % im Plus. Dabei standen insbesondere zyklische Werte sowie energieabhängige Sektoren wie Banken und Minenwerte im Fokus, während Titel aus dem Öl- und Gassektor Verluste hinnehmen mussten. Dem Bericht zufolge erwarten die USA innerhalb der nächsten 48 Stunden Reaktionen des Irans zu mehreren Schlüsselpunkten. Es wurde jedoch gewarnt, dass noch keine endgültige Einigung erzielt wurde, wenngleich sich die Parteien so nah wie noch nie seit Kriegsbeginn gekommen seien.

Reuters konnte den Bericht zunächst nicht unabhängig verifizieren.

Auch die Rentenmärkte legten zu, was die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen US-Staatsanleihen um 6 Basispunkte auf 4,35 % drückte.

Europäische Staatsanleihen, die in den letzten Wochen stärker unter Druck geraten waren, entwickelten sich überdurchschnittlich gut. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen sank um 7,5 Basispunkte auf 2,99 %, während die zinssensitiven zweijährigen Renditen um 10 Basispunkte auf 2,658 % fielen. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass die Märkte ihre Erwartungen hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank in diesem Jahr zurückschraubten.

Britische und italienische Renditen gaben noch deutlicher nach und sanken im Tagesverlauf um 10 bzw. 12,5 Basispunkte.

Der Dollar gab ebenfalls nach, wobei der Euro und das Pfund Sterling jeweils um 0,6 % auf 1,1762 USD bzw. 1,3618 USD zulegten.