(Alliance News) - Der FTSE 100 notierte am Freitagmittag fester und beendete damit eine für die Märkte nervöse Woche, während sich erste positive Anzeichen für den "fragilen" Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran abzeichneten.

Der Leitindex FTSE 100 stieg um 38,25 Punkte oder 0,4% auf 10.641,73 Zähler. Der FTSE 250 legte um 219,78 Punkte bzw. 1,0% auf 22.425,42 zu, und der AIM All-Share gewann 6,60 Punkte oder 0,9% auf 775,95.

Der Cboe UK 100 notierte 0,7% höher bei 1.061,96, der Cboe UK 250 stieg um 1,2% auf 19.526,28, und der Index für Nebenwerte (Cboe Small Companies) verbesserte sich um 0,6% auf 17.732,72.

"Das Anfang dieser Woche angekündigte Waffenstillstandsabkommen fühlte sich zeitweise fragil an, obwohl die Nachricht, dass der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu direkten Gesprächen mit dem Libanon zugestimmt hat, einen der zentralen Streitpunkte zwischen den Parteien entschärfen könnte", kommentierte Dan Coatsworth, Head of Markets bei AJ Bell. "Da die Gespräche zwischen Teheran und Washington am Samstag beginnen sollen, steht den Anlegern ein unruhiges Wochenende bevor, während sie auf Anzeichen warten, ob ein Weg zu einem dauerhaften Frieden möglich ist."

"Im Vorfeld könnten Anleger durchaus versucht sein, ihre Positionen abzusichern."

Während US-Vizepräsident JD Vance die von Pakistan vermittelten Gespräche leiten soll, beschrieb die Nachrichtenagentur PA den vorläufigen Waffenstillstand am Freitagmorgen als "instabil". Er scheine "kurz vor dem Scheitern zu stehen", da die Kluft zwischen den Forderungen der USA, des Irans und Israels "unüberbrückbar scheint".

Die Märkte richten ihr Augenmerk zudem auf die für Freitagnachmittag geplanten US-Wirtschaftsdaten, insbesondere auf den Bericht zur Verbraucherinflation, der laut Coatsworth "die ersten Auswirkungen des Krieges auf die Preise zeigen könnte".

Er fügte hinzu: "Die Gesamtrate dürfte durch höhere Kraftstoffpreise an den Tankstellen nach oben getrieben worden sein - einer der ersten Bereiche, die von dem Konflikt betroffen sind. Aus diesem Grund könnte der Fokus stärker auf der Kernrate liegen, die Lebensmittel und Energie ausklammert, um zu sehen, ob der Inflationsdruck in andere Teile der Wirtschaft einsickert."

Mit Blick auf die Kraftstoffe wurde Brent-Öl am Freitagmittag in London mit 96,16 USD pro Barrel niedriger gehandelt als am späten Donnerstag (97,36 USD).

Im FTSE 100 gaben BP um 1,0% und Shell um 0,8% nach. Auch Rüstungsaktien notierten schwächer: Babcock fielen um 3,3% und BAE Systems um 3,8%.

Die Fluggesellschaften ICAG, easyJet und - im FTSE 250 - Wizz Air legten um 2,1%, 2,4% bzw. 12% zu.

Ebenfalls im FTSE 250 verloren B&M European Value Retail 3,4%.

Die interimistische Finanzvorständin des in Luxemburg ansässigen Discounters, Helen Cowing, ist von ihrem Amt zurückgetreten, nachdem sie die Position erst seit dem 1. Dezember innehatte. Cowing, zuvor Interim-CFO bei der Mobico Group PLC, hatte Mike Schmidt ersetzt, der infolge eines Buchungsfehlers zurückgetreten war.

Group Financial Controller Peter Waterhouse wurde mit sofortiger Wirkung zum Interim-CFO ernannt. Zudem hat das Unternehmen den ehemaligen Chef von Pets At Home, Peter Pritchard, als Non-Executive Director berufen.

Bei den Nebenwerten stiegen Secure Trust Bank um 2,0%.

Der in Solihull ansässige Kreditgeber für Geschäfts- und Privatkunden gab bekannt, dass er keine Anpassungen an seiner Rückstellung für Entschädigungen im Bereich Kfz-Finanzierung erwartet, die zuvor auf 21,5 Millionen GBP geschätzt worden war.

Am AIM-Markt sprangen Atome um 32% nach oben.

Der Entwickler von kohlenstoffarmem Dünger teilte mit, dass sich die Gespräche mit einem Eigenkapitalkonsortium zur Finanzierung einer Anlage in Villeta, Paraguay, "nun in der absoluten Endphase befinden und die endgültige Dokumentation von den Rechtsberatern der jeweiligen Parteien abgeschlossen wird".

An den europäischen Aktienmärkten legte der CAC 40 in Paris am Freitag um 0,8% zu, während der DAX 40 in Frankfurt um 0,4% stieg.

Das Britische Pfund notierte am Freitagmittag mit 1,3441 USD höher als am Donnerstag (1,3437 USD). Gegenüber dem Euro gab das Sterling auf 1,1476 EUR nach, verglichen mit 1,1484 EUR am Vortag. Der Euro stand bei 1,1711 USD und damit höher als zuvor (1,1705 USD). Gegenüber dem Yen notierte der Dollar mit 159,25 JPY fester (zuvor 158,97 JPY).

Die Börsen in New York wurden schwächer erwartet. Der Dow Jones Industrial Average wurde mit einem Minus von 0,2% taxiert, der S&P 500 mit einem Abschlag von 0,1% und der Nasdaq Composite verlor 3,25 Punkte.

Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen lag bei 4,29% nach 4,30%. Die Rendite der 30-jährigen US-Treasuries stieg leicht auf 4,90% von zuvor 4,89%.

Gold wurde mit 4.758,49 USD pro Unze niedriger gehandelt als am Vortag (4.791,50 USD).

Auf dem Wirtschaftskalender für Freitag stehen neben dem Verbraucherpreisindex (CPI) noch die US-Auftragseingänge der Industrie sowie der monatliche Budgetbericht. Zudem veröffentlicht Kanada seine Arbeitslosenzahlen.

Von Emma Curzon, Alliance News Reporter

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