Hersteller von heimischen Holzprodukten verzeichneten am Montag Kursverluste, da die Angst vor Preisdruck durch günstigere Importe wuchs. Gleichzeitig erwarteten Analysten an der Wall Street, dass sich Börsengehandelte Fonds mit Fokus auf Schwellenländer sowie Einzelhändler letztlich positiv entwickeln könnten.
Hier sind Aktien, ETFs und Sektoren, die von der jüngsten Wendung in der US-Handelspolitik betroffen sein könnten:
HANDEL UND KONSUM
Jefferies-Analysten hoben insbesondere den Elektronikhändler Best Buy, die Luxusmarke Ralph Lauren sowie den Sportartikelriesen Nike als potenzielle Gewinner einer Zollsenkung hervor.
Weitere Profiteure könnten laut Jefferies der Einzelhandelsriese Target und Elf Beauty sein.
Spielwaren, Sportgeräte und Spiele, die zu Beginn sehr hohe Zölle hatten, könnten profitieren, da der neue von Trump verhängte Satz laut Analysten von Morgan Stanley um 4% niedriger ausfällt als zuvor.
E-COMMERCE-UNTERNEHMEN
Laut BofA Global Research dürften kleine und mittelgroße E-Commerce-Aktien unterschiedlich betroffen sein.
Etsy, eBay, Wayfair und Chewy hatten nach dem Urteil am Freitag zugelegt. Trumps neuer weltweiter Zoll dürfte jedoch für Unsicherheit sorgen.
Etsy sei laut BofA am wenigsten von der Zoll-Volatilität betroffen, da das Unternehmen über verschiedene Handelswege und Länder hinweg diversifiziert ist: Rund die Hälfte des Netzwerks von Käufern und Verkäufern befindet sich außerhalb der USA, wobei kein einziges Importland mehr als 4% des gesamten Bruttoumsatzes ausmacht.
Der Online-Händler für Haustierprodukte Chewy und die Möbelplattform Wayfair sind voraussichtlich am wenigsten betroffen, da sie sich laut dem Broker bereits an die Zölle des vergangenen Jahres angepasst haben.
PAPIER, HOLZ UND VERPACKUNG
Die Zollentscheidung dürfte laut Analysten den Wettbewerbsvorteil lokaler Verpackungs- und Holzunternehmen gegenüber günstigeren Importen verringern.
RBC-Analysten warnten vor negativen Auswirkungen auf Unternehmen wie Clearwater Paper, Rayonier, Sylvamo und Smurfit WestRock.
Eine aktuelle Umfrage ergab, dass die Mehrheit der US-Käufer im Februar niedrigere Preise für Containerboard meldete, während ein Zustrom europäischer Importe das Angebot erhöhte und den Preisdruck verstärkte.
Smurfit und das US-Unternehmen International Paper verloren am Montag jeweils 7% bzw. 6%.
AUTOMOBILBRANCHE
Traditionelle Autohersteller wie Ford Motor und General Motors stehen seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit im Zentrum des Zollstreits, doch laut Barclays-Analysten ist durch das Urteil keine Entlastung zu erwarten.
Die meisten Zölle für die Branche fallen unter Section 232 des Trade Expansion Act von 1962 und sind von der Aufhebung der IEEPA-Abgaben nicht betroffen, so die Analysten.
STAHL, ALUMINIUM UND KUPFER
Hersteller von Stahl, Aluminium und Kupfer wie Steel Dynamics, Alcoa und Freeport-McMoran werden laut Analysten von ING und UniCredit ebenfalls kaum Auswirkungen spüren, da die Zölle weiterhin unter Section 232 bestehen bleiben.
SCHWELLENLÄNDER
Die meisten Broker erwarten, dass China zu den Volkswirtschaften zählt, die am stärksten von der Neuausrichtung der US-Zölle profitieren werden.
Der Leitindex in Hongkong schloss am Montag 2,5% im Plus, wobei Technologiewerte wie Alibaba und Tencent zulegten.
Analysten von Morgan Stanley und J.P. Morgan erwarten, dass die Zollsätze für China von zuvor 32% auf 24% bzw. 27% sinken.
In anderen Regionen werden Indien, die meisten Volkswirtschaften Südostasiens und Brasilien insgesamt als Profiteure gesehen.
BofA rechnet damit, dass die meisten Länder Südostasiens mit einer Zollsenkung von etwa 4% bis 5% rechnen können, während Analysten von Morgan Stanley erwarten, dass die Abgaben auf Indien auf 14% sinken.


















