FRANKFURT (dpa-AFX) - Die deutschen Rüstungswerte haben am Dienstagnachmittag nach kritischen Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Rolle Europas beim Ukraine-Friedensplan der USA merklich angezogen.
Die Aktien von Rheinmetall notierten zuletzt 3,3 Prozent im Plus und waren damit Spitzenreiter im Dax. Im MDax gewannen Renk 2,5 Prozent und Hensoldt 2,6 Prozent.
Laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax warf Putin den europäischen Ländern vor, keine friedliche Agenda in den Gesprächen über die Ukraine haben. Die von Europa vorgeschlagenen Änderungen am Friedensplan der USA zielten nur darauf ab, den Friedensprozess zu blockieren und Forderungen zu stellen, die für Russland inakzeptabel seien. Europa könne zur Rückkehr an den Verhandlungstisch zugelassen werden, wenn es die "Realitäten vor Ort" berücksichtige./edh/mis
Die Rheinmetall AG ist auf Konzipierung, Produktion und Vertrieb von Ausrüstungselementen, Komponenten und Lösungen für die Verteidigungs- und Zivilindustrien spezialisiert. Der Umsatz ist wie folgt auf die verschiedenen Produktfamilien verteilt:
- Fahrzeugsysteme (38,7%): vielseitig einsetzbare Rad- und Kettenfahrzeuge (taktische Militärfahrzeuge, Unterstützungsfahrzeuge, Logistik- und Spezialfahrzeuge);
- Waffen- und Munitionssysteme (26%): Maschinenkanonen für Land-, Luft- und Seefahrzeuge, Waffen mit glattem Lauf, Artilleriesysteme, intelligente Geschosse, Hochenergielaser usw.;
- Sensoren, Aktoren und Motorensysteme (20,8%): Aktuatoren, Anlagen zur Abgasrückführung, Drosselventile, Abgasklappen für Elektromotoren, Magnetventile, Pumpen usw. zum Einsatz in Wärmemanagement- und Fluidmanagementanwendungen in den Bereichen Mobilität und Industrie;
- Elektronische Lösungen (13,5%): Sonden und Vernetzungssysteme, Lösungen zum Schutz im Cyberspace, Luftabwehrsysteme, Radarsysteme, Lösungen zur technischen Dokumentation, integrierte elektronische Systeme, Drohnen und automatisierte Roboter zu Lande, Schulungs- und Simulationslösungen;
- sonstige (1%).
Die geografische Verteilung des Umsatzes sieht aus wie folgt: Deutschland (30,4%), Europa (46,6%), Asien und Mittlerer Osten (9,6%), Nord- und Südamerika (7,6%) und sonstige (5,8%).