Vor dem Hintergrund der aktuellen Marktentwicklung erwartet das Unternehmen für 2026 nun einen Umsatz von rund 560 Millionen Euro (±30 Millionen), nach zuvor 520 Millionen Euro (±30 Millionen).
Zudem stellt Aixtron eine höhere EBIT-Marge in Aussicht, die nun bei etwa 17 bis 20 % liegen soll, verglichen mit einer bisherigen Prognose von 16 bis 19 %. Die Bruttomarge wird nun bei rund 42 % gesehen, gegenüber zuvor 41 bis 42 %.
„Die deutlich stärker als erwartete Nachfrage aus der Optoelektronik im ersten Quartal ist ein sehr ermutigendes Signal. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt, und haben deshalb unsere Jahresprognose angehoben“, erklärte CEO Felix Grawert.
„Mit unserem G10-AsP-System verfügen wir über die Referenztechnologie für die nächste Generation photonischer Komponenten, die die Grundlage für Chip-zu-Chip-, Rack-zu-Rack- und Rechenzentrums-Kommunikation im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz bilden“, ergänzte er.
Kräftiger Auftragseingang im ersten Quartal
In den ersten drei Monaten des Jahres 2026 stieg der Auftragseingang um rund 30 % auf etwa 171 Millionen Euro. Der Umsatz belief sich auf rund 59 Millionen Euro und lag damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite von 65 Millionen Euro (±10 Millionen).
Die Brutto- und operativen Margen wurden im Quartal jedoch durch einen Sondereffekt im Zusammenhang mit einer Personalmaßnahme belastet und fielen deutlich auf rund 18 % beziehungsweise -38 %.
Oddo BHF hebt Kursziel an, bleibt aber neutral
In Reaktion auf die vorläufigen Zahlen hat Oddo BHF seine Gewinnprognosen je Aktie für 2026 um 16 % und für 2027 um 5 % angehoben. Das Kursziel für Aixtron wird entsprechend von 38 auf 40 Euro erhöht.
Die Einstufung bleibt jedoch „neutral“. Angesichts der starken Kursentwicklung – die Aktie hat sich seit Jahresbeginn verdoppelt – sieht das Analysehaus das positive Szenario für 2027 weitgehend eingepreist.
„Um wieder auf das durchschnittliche Bewertungsniveau des Unternehmens im Jahr 2027 zurückzukehren, wäre ein zusätzlicher Umsatz von rund 150 Millionen Euro gegenüber unserer aktuellen Schätzung von 720 Millionen Euro erforderlich. Das würde einem sehr optimistischen Szenario entsprechen – möglich, aber derzeit nicht gesichert“, so der Analyst.


















