--Gewohnter Flugbetrieb am Wochenende in London/Heathrow und Frankfurt

--Keine Verspätungen oder Flugausfälle

(NEU: Aussagen weiterer Fluggesellschaften)

Von Maitane Sardon

DOW JONES--Die Notfallanordnung für Software-Updates an den Maschinen der Airbus-A320-Familie hat den Betrieb der betroffenen Fluggesellschaften kaum beeinträchtigt. Die meisten großen europäischen Fluggesellschaften, die diesen Flugzeugtyp betreiben, gaben an, dass sie den normalen Betrieb nach Abschluss der erforderlichen Aktualisierungen aufrechterhalten haben.

Die Aufsichtsbehörden hatten Airlines, die diese Flugzeuge betreiben, am Freitag dazu verpflichtet, bis Sonntag bestimmte Software- oder Hardware-Updates vorzunehmen. Grund dafür war die Entdeckung, dass Interferenzen durch intensive Sonnenstrahlung Daten beschädigt hatten, die für die Flugsteuerung eines von Jetblue Airways im Oktober betriebenen Airbus-Jets verwendet wurden.

Der Hersteller Airbus kam mit dem kritischen Software-Update schneller voran als befürchtet. Von den rund 6.000 Flugzeugen hatten nach Angaben von Airbus die meisten über das Wochenende die notwendigen Modifikationen erhalten.

British Airways, Iberia und Vueling, die alle zur International Consolidated Airlines Group (IAG) gehören, gaben an, dass es bei ihnen zu keinen Verspätungen oder Flugausfällen gekommen sei. Nur drei Flugzeuge von British Airways benötigten Software-Updates, die bis Montag erfolgreich durchgeführt worden seien, wie eine mit der Situation vertraute Person sagte.

Ein Sprecher des Londoner Flughafens Heathrow erklärte, der Flugbetrieb sei am Wochenende wie gewohnt fortgesetzt worden, es habe nur geringfügige Beeinträchtigungen gegeben. Am Flughafen Frankfurt wurden einem Sprecher zufolge keine Auswirkungen verzeichnet.

Auch ITA Airways, Easyjet und Wizz Air wurden nicht beeinträchtigt. Wie Easyjet mitteilte, wurden am Wochenende alle notwendigen Software-Updates an der Flotte vorgenommen. Man habe mit den Regulierungsbehörden und Airbus zusammengearbeitet, um die notwendigen Maßnahmen auszuloten. Easyjet bestätigte zudem seinen Ausblick für das Gesamtjahr.

ITA Airways teilte mit, der Flugplan habe sich nicht geändert und es habe keine Verspätungen oder Stornierungen gegeben.

Wizz Air hat nach eigenen Angaben 83 Flugzeuge in seiner Flotte identifiziert, die das Software-Update benötigten. Es sei wegen dieser Maßnahmen kein Flug ausgefallen.

Die niederländische Fluggesellschaft KLM Royal Dutch Airlines teilte mit, dass sie elf Maschinen des Typs A321neo betreibt, die mit einer anderen Softwarekonfiguration ausgestattet sind, wodurch das Problem vermieden werde.

Die drei größten US-Fluggesellschaften hatten am Wochenende erklärt, dass sie nur geringe Auswirkungen durch dieses Problem erwarten. Delta Air Lines ging davon aus, dass die Auswirkungen begrenzt sein würden. American Airlines erwartete keine Flugausfälle und United Airlines rechnete mit geringfügigen Beeinträchtigungen bei einigen Flügen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/mgo/sha/kla

(END) Dow Jones Newswires

December 01, 2025 09:20 ET (14:20 GMT)