Dabei fallen die Zahlen für 2025 durchaus überzeugend aus: Airbus erzielte einen ausgewiesenen Nettogewinn von 5,22 Mrd. Euro, ein Anstieg um 23 % gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 6,61 Euro nach 5,36 Euro im Jahr 2024, ebenfalls ein Plus von 23 %.

Der Konzernumsatz erreichte 73,4 Mrd. Euro und lag damit 6 % über dem Vorjahreswert. Davon entfielen 14,2 Mrd. Euro auf das Verteidigungsgeschäft, das um 15 % zulegte.

Das bereinigte EBIT stieg um 33 % auf 7,13 Mrd. Euro und übertraf die Erwartungen leicht. Ausschlaggebend war vor allem die starke Dynamik bei den Auslieferungen im Verkehrsflugzeuggeschäft (793 Maschinen gegenüber 766 im Vorjahr) sowie eine verbesserte Profitabilität in den Divisionen Helicopters und Defence & Space. Das ausgewiesene EBIT belief sich auf 6,08 Mrd. Euro (+15 %), während der Free Cashflow um 7 % auf 4,75 Mrd. Euro zulegte.

„2025 war ein Meilensteinjahr mit sehr starker Nachfrage in all unseren Geschäftsbereichen, einer Rekordfinanzperformance und bedeutenden strategischen Fortschritten“, erklärte Airbus-CEO Guillaume Faury. „Diese Ergebnisse stützen den Vorschlag einer höheren Dividende und spiegeln unser Vertrauen in die künftige Entwicklung wider.“

Der Verwaltungsrat wird daher eine Dividende von 3,20 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vorschlagen, nach 1,80 Euro im Vorjahr.

Ausblick enttäuscht Analysten

Genau hier liegt jedoch der Knackpunkt: Für 2026 peilt Airbus die Auslieferung von rund 870 Verkehrsflugzeugen an – der Marktkonsens lag bei 900 Einheiten. Das bereinigte EBIT soll etwa 7,5 Mrd. Euro erreichen (Konsens: 8,3 Mrd. Euro), und der Free Cashflow vor Kundenfinanzierungen wird auf rund 4,5 Mrd. Euro veranschlagt – ebenfalls unter den Erwartungen. Airbus betont, dass die Prognose ohne M&A-Transaktionen erfolgt und die Auswirkungen der derzeit geltenden Zölle berücksichtigt.

Bei AlphaValue bezeichnet die zuständige Analystin Saïma Hussain die Zahlen für 2025 als „solide“, verweist jedoch auf eine klar unter den Erwartungen liegende Prognose. Ihrer Einschätzung nach ist die Lücke vor allem auf die anhaltende Knappheit von Pratt-&-Whitney-Triebwerken zurückzuführen, die Airbus zwingt, den Produktionshochlauf der A320-Familie zu verschieben. „Der Konzern strebt nun bis Ende 2027 eine Produktionsrate von 70 bis 75 Flugzeugen pro Monat an, mit einer Stabilisierung bei 75 Einheiten danach – zuvor war das Ziel von 75 bereits für 2027 vorgesehen“, so Hussain. Sie erwartet „eine ausgeprägte negative Kurzfristreaktion der Aktie, auch wenn die langfristigen Nachfragetreiber unverändert bleiben“.

Oddo BHF bestätigte seinerseits die Einstufung „Outperform“ mit einem unveränderten Kursziel von 236 Euro. Die Analysten sprechen ebenfalls von einer „vorsichtigen Prognose aufgrund der P&W-Probleme“ und rechnen damit, dass der Konsens seine Schätzungen um rund 10 % nach unten anpassen wird, ohne jedoch die mittelfristige Hochlaufstrategie grundsätzlich infrage zu stellen.

Die Deutsche Bank bekräftigte ihre Kaufempfehlung und erhöhte das Kursziel von 236 auf 250 Euro. Die Ergebnisse für 2025 seien „leicht besser“ als erwartet ausgefallen. Besonders der Free Cashflow stelle eine „wesentliche positive Überraschung“ dar und habe mit 4.574 Mio. Euro um 7 % über dem Konsens gelegen.

UBS bestätigte ebenfalls die Empfehlung „Buy“, senkte jedoch das Kursziel von 240 auf 225 Euro. Die Analysten sprechen von „gemischten“ Zahlen für das vierte Quartal und verweisen auf die Abwärtsanpassung der mittelfristigen Produktionsraten, die auf einen langsameren Hochlauf als bislang erwartet hindeutet.

Bei Berenberg wurde die Empfehlung „Hold“ mit einem unveränderten Kursziel von 210 Euro bestätigt. Auch hier werden die Ergebnisse für 2025 als weitgehend im Rahmen der Erwartungen beschrieben, zugleich aber die Verschiebung der Produktionsrate von 75 A320-Flugzeugen pro Monat auf Ende 2027 hervorgehoben – ebenfalls mit Verweis auf Lieferprobleme bei Pratt & Whitney.