OHB könnte rechtliche Schritte einleiten, falls die europäischen Wettbewerbsbehörden grünes Licht für die geplante Zusammenlegung der Satellitenaktivitäten der drei europäischen Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungskonzerne geben. Das erklärte gestern der Vorstandschef des deutschen Unternehmens.
Airbus, Thales und Leonardo hatten im Oktober angekündigt, ihre Satellitenfertigungsaktivitäten in einer eigenständigen Gesellschaft unter dem Namen „Project Bromo“ zusammenzuführen.
Nach Angaben der drei europäischen Luft- und Raumfahrt- sowie Verteidigungskonzerne soll durch die Transaktion ein Akteur entstehen, der groß genug ist, um mit SpaceX und chinesischen Wettbewerbern konkurrieren zu können.
OHB, einer der letzten unabhängigen Satellitenhersteller Europas, befürchtet jedoch, dass der Zusammenschluss den Wettbewerb auf dem europäischen Markt schwächen könnte.
„Wir äußern unsere Bedenken, weil dies Auswirkungen auf unsere Lieferkette hat“, sagte OHB-Chef Marco Fuchs gegenüber Reuters. Er bezeichnete das Fusionsprojekt als eine „Störung des Marktes“.
OHB SE ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen, das sich auf die Raumfahrttechnologie konzentriert. Das Unternehmen ist in zwei Segmenten tätig: Raumfahrtsysteme, die Entwicklung und Durchführung von Raumfahrtprojekten, erdnahen und geostationären Kleinsatelliten für Navigation, Forschung, Kommunikation und Erdbeobachtung einschließlich wissenschaftlicher Nutzlasten; und Luft- und Raumfahrt + Industrieprodukte, die für die Herstellung von Luft- und Raumfahrtprodukten sowie für andere industrielle Aktivitäten verantwortlich sind. Das Unternehmen ist über eine Reihe von Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Schweden, dem Vereinigten Königreich und Französisch-Guayana tätig, darunter OHB Logistic Solutions GmbH, OHB France SAS, OHB Sweden AB, MT Aerospace Guyane SAS und ORBCOMM Deutschland Satellitenkommunikation AG.
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.