Airbus verzeichnet einen deutlichen Rückgang (-1,44% auf 180,80 Euro) innerhalb eines CAC 40, der selbst um 0,88% nachgibt. Am Vorabend hat der Konzern seine Auftrags- und Auslieferungszahlen für den Monat April bekannt gegeben, was Jefferies zum Anlass für eine Bestandsaufnahme nimmt.
Am Donnerstagabend gab der europäische Flugzeugbauer bekannt, im April 67 Maschinen ausgeliefert zu haben, was einem Anstieg von 20% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Jefferies hatte indes vier Auslieferungen weniger erwartet. Trotz dieser Verbesserung im vergangenen Monat schätzt die US-Investmentbank, dass die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge seit Jahresbeginn um 6% gesunken ist. Dies sei auf Verzögerungen bei der Lieferung von Pratt & Whitney GTF-Triebwerken sowie auf die bereits weithin bekannten Probleme bei der Inspektion von Paneelen zurückzuführen.
Darüber hinaus beliefen sich die Bruttoaufträge im April auf 28 Einheiten, bei gleichzeitig 21 Stornierungen.
Jefferies weist darauf hin, dass die Lagerbestände an flugfähigen Maschinen mit 72 Einheiten nun hoch sind, wobei ein erwarteter Bestand von etwa 50 'Glidern' (Flugzeuge ohne Triebwerke) noch nicht eingerechnet ist. Ende März lag der Lagerbestand bei 64 Einheiten mit etwa 60 Glidern.
Kernpunkte der Roadshow mit Guillaume Faury
Die Investmentbank hielt im Rahmen einer Investorenkonferenz mit dem Vorstandsvorsitzenden des Konzerns mehrere wichtige Faktoren fest. Was die Lieferverzögerungen bei den Pratt & Whitney-Triebwerken betrifft, so sind die Liefermengen für das Geschäftsjahr nun zwar fest zugesagt, liegen jedoch deutlich unter den früheren Verpflichtungen. Für das Jahr 2027 laufen Gespräche, wobei Airbus Entschädigungen für die ausbleibenden Lieferungen fordert - sowohl durch kommerzielle Verhandlungen als auch durch rechtliche Schritte, sollte keine gütliche Einigung erzielt werden.
In Bezug auf die Krise im Nahen Osten konnte der Konzern keine direkten betrieblichen Beeinträchtigungen feststellen und geht davon aus, dass logistische Herausforderungen bewältigt werden können. Airbus wird zudem die Situation energieintensiver Zulieferer genau beobachten, denen aufgrund hoher Energiepreise Produktionsstopps drohen könnten, wenngleich es hierfür derzeit keine Anzeichen gibt.
Die Analysten behalten ihr Votum 'Halten' für die Airbus-Aktie mit einem Kursziel von 185 Euro bei.
Airbus SE ist die Nummer 1 in Europa und die Nummer 2 weltweit in der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die verschiedenen Produkt- und Dienstleistungsfamilien: - Verkehrsflugzeuge (70,1 %). Der Konzern ist weltweit die Nummer 1 bei Flugzeugen mit mehr als 100 Sitzplätzen; - Verteidigungs- und Raumfahrtsysteme (18,2 %): Militärflugzeuge (vor allem Transportflugzeuge, Seeüberwachungsflugzeuge, U-Boot-Jagdflugzeuge und Luftbetankungsflugzeuge), Weltraumausrüstung (Trägerraketen, Beobachtungs- und Kommunikationssatelliten, Turboprop-Flugzeuge usw.), Verteidigungs- und Sicherheitssysteme (Raketensysteme, Elektronik- und Telekommunikationssysteme usw.). Airbus SE bietet auch Schulungen und Wartungsdienstleistungen für Flugzeuge an. - Zivile und militärische Hubschrauber (11,7 %). Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Europa (40,8 %), Asien-Pazifik (28,0 %), Nordamerika (17,7 %), Naher Osten (9,0 %), Lateinamerika (2,7 %) und Sonstige (1,8 %).
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Investment
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.