Airbus hat im November 72 Flugzeuge ausgeliefert und damit seit Jahresbeginn insgesamt 657 Maschinen übergeben, wie der europäische Flugzeugbauer am Freitag mitteilte.
Diese Zahl, die einen schwachen November unterstreicht und bereits von Airbus-CEO Guillaume Faury nach einem industriellen Zwischenfall angekündigt wurde, bedeutet, dass der weltweit großte Flugzeughersteller im Dezember nahezu rekordverdächtige 133 Maschinen ausliefern muss, um das neu angepasste Ziel von 790 Auslieferungen im Jahr 2025 zu erreichen.
Die Auslieferungen im November lagen damit unter den 78 Flugzeugen des Vormonats und den 84 Maschinen im November des Vorjahres, wie bereits diese Woche von Reuters berichtet wurde.
Die schwächeren Auslieferungszahlen runden eine herausfordernde Woche für das Unternehmen ab, in der Airbus ein Qualitätsproblem mit Metallrumpf-Paneelen bei einigen Flugzeugen der erfolgreichen A320-Familie meldete - nur wenige Tage nach einem überraschenden Rückruf zur Behebung eines Computerfehlers.
Am Mittwoch hatte der Flugzeugbauer sein Jahresziel für die kommerziellen Auslieferungen um 4 % auf ,,rund 790" Maschinen gesenkt, zuvor lag das Ziel bei etwa 820. Die finanziellen Ziele wurden jedoch bestätigt. Airbus hatte zuvor erklärt, dass ,,rund" eine Toleranz von etwa 20 Flugzeugen bedeutet.
Ebenfalls am Freitag gab Airbus bekannt, im November 75 neue Bestellungen verbucht zu haben. Damit steigt die Zahl der Bestellungen in diesem Jahr auf 797, beziehungsweise netto 700 nach Stornierungen.
Trotz des Rumpfproblems, das mit einem spanischen Zulieferer in Verbindung steht, liegt Airbus bei den Auslieferungen weiterhin vor dem US-Konkurrenten Boeing, der sich noch immer von einer länger andauernden Krise erholt. Bei den Neubestellungen hingegen hinkt Airbus hinterher.
Im Zeitraum von Januar bis Oktober, für den die aktuellsten Daten vorliegen, meldete Boeing netto 782 Bestellungen nach Stornierungen.



















