Air India hat vor möglichen Beeinträchtigungen auf Strecken gewarnt, die mit ihren Airbus A350 bedient werden, nachdem eines der Langstreckenflugzeuge am Donnerstag nach der Landung in Neu-Delhi einen Triebwerkschaden erlitten hatte.

Die Fluggesellschaft teilte mit, dass das Flugzeug beim Rollen im dichten Nebel auf ein "fremdes Objekt" gestoßen sei. Die indische Luftfahrtbehörde erklärte später, dass der Schaden durch einen herrenlosen Frachtcontainer verursacht wurde, der von einem Fahrzeug gefallen und auf einer der Rollbahnen des Flughafens gelandet war.

"Weitere Untersuchungen werden durchgeführt", erklärte die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGCA).

Von der Behörde in sozialen Medien veröffentlichte Fotos zeigten ein Loch im Inneren des Lufteinlasses des Triebwerks.

Air India betreibt sechs neue A350 auf lukrativen Strecken, darunter zwischen der indischen Hauptstadt Neu-Delhi und London, New York sowie Newark. Diese Strecken werden auch von älteren Boeing-Flugzeugen bedient.

"Das Flugzeug ist derzeit für eine gründliche Untersuchung und die notwendigen Reparaturen gegroundet, was möglicherweise zu Beeinträchtigungen auf ausgewählten A350-Strecken führen kann", teilte Air India mit. Details zu den betroffenen Strecken wurden nicht genannt.

Die Maschine war ursprünglich nach New York unterwegs, musste jedoch aufgrund der vorübergehenden Luftraumsperrung durch den Iran zu ihrem Ausgangsort zurückkehren, was die geplante Route beeinträchtigte.

Der Vorfall ereignete sich laut DGCA um 5:25 Uhr Ortszeit (2355 GMT, Mittwoch), nachdem das Flugzeug wieder in Neu-Delhi gelandet war.

Der Iran hat seinen Luftraum inzwischen nach einer fast fünfstündigen Sperrung wieder geöffnet, die wegen Befürchtungen über mögliche militärische Aktionen zwischen den USA und Iran verhängt worden war und einige Fluggesellschaften zu Annullierungen, Umleitungen oder Verspätungen zwang.