Air Canada setzt auf Geschäftsreisen, um den Ausbau ihres Angebots vom Innenstadtflughafen Torontos mit neuen Strecken in die Vereinigten Staaten voranzutreiben. Damit stärkt die Fluggesellschaft den grenzüberschreitenden Flugverkehr, obwohl die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern angespannt sind.
Wie Mark Galardo, Chief Commercial Officer von Air Canada, gegenüber Journalisten am Billy Bishop Toronto City Airport erklärte, wird Kanadas größte Fluggesellschaft ab Frühjahr 2026 neue Verbindungen von der größten Stadt und dem wirtschaftlichen Zentrum des Landes nach New York, Boston, Washington und Chicago anbieten.
Kanadier haben ihre Reisepläne in die Vereinigten Staaten angesichts des Zollstreits von Präsident Donald Trump und Sorgen über die US-Einwanderungspolitik stark eingeschränkt. Fluggesellschaften wie Air Canada und United Airlines haben daraufhin die Kapazitäten auf bestimmten Freizeitstrecken in die USA reduziert.
Laut Daten von Statistics Canada stieg zwar die Zahl der zurückkehrenden kanadischen Einwohner aus Übersee im September 2025 im Jahresvergleich um 3,9 Prozent, jedoch sank die Zahl der Rückreisen aus den Vereinigten Staaten per Flugzeug im selben Zeitraum um 27,1 Prozent.
Galardo betonte, dass Air Canadas langfristige Pläne, die Kapazität am Innenstadtflughafen zu verdoppeln, von politischen Entwicklungen unberührt blieben, da der Geschäftsreiseverkehr zwischen den beiden Ländern trotz Rückgängen auf manchen Freizeitstrecken relativ stabil geblieben sei.
,,Was wir nicht beobachten, ist ein Rückgang bei den Geschäftsreisen", sagte er. ,,Tatsächlich ist die Zahl der Amerikaner, die nach Kanada kommen, nicht gesunken, und der Geschäftsreiseverkehr insgesamt bleibt relativ robust."
Nach Angaben des U.S. National Travel and Tourism Office (NTTO) stammte etwa die Hälfte der kanadischen Geschäftsreisenden in die USA im ersten Quartal aus der Provinz Ontario.
Der Nachfragerückgang für Besuche in den Vereinigten Staaten, der größten Reise- und Tourismuswirtschaft der Welt, betrifft jedoch nicht nur Kanadier.
Der World Travel and Tourism Council erwartet, dass die internationalen Reiseausgaben in den Vereinigten Staaten im Jahr 2025 um etwa 7 Prozent oder 12,5 Milliarden US-Dollar zurückgehen werden.



















