Harness, ein auf KI-Softwareentwicklung spezialisiertes Startup, hat in einer von Goldman Sachs geführten Finanzierungsrunde 200 Millionen US-Dollar eingesammelt und wird nun mit 5,5 Milliarden US-Dollar bewertet, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Diese Finanzierung bedeutet einen Anstieg der Unternehmensbewertung um 49 % im Vergleich zu einer Series-D-Runde vor fast vier Jahren, bei der Harness mit 3,7 Milliarden US-Dollar bewertet wurde.
Investoren auf dem Privatmarkt investieren weiterhin massiv in Künstliche Intelligenz, da diese aufstrebende Technologie verspricht, strukturierte und repetitive Aufgaben im Unternehmens- und Technologiebereich universell zu automatisieren.
Harness plant zudem ein Übernahmeangebot in Höhe von 40 Millionen US-Dollar, an dem bestehende Investoren wie IVP, Menlo Ventures und Unusual Ventures beteiligt sind.
,,Wir hatten aktuell eigentlich nicht vor, aktiv Kapital aufzunehmen", sagte Harness-Mitgründer und CEO Jyoti Bansal in einem Interview mit Reuters.
,,Aber es gab sehr großes Investoreninteresse. Viele haben sich an uns gewandt, und so ist diese Finanzierungsrunde letztlich zustande gekommen", erklärte er weiter.
Da Vorstände zunehmend auf KI setzen, um teure Softwareentwickler zu unterstützen oder teilweise zu ersetzen, hat sich die Geschwindigkeit und das Volumen des verfassten Codes drastisch erhöht.
Harness profitiert von diesem Wandel, da das Unternehmen KI-gestützte Workflow-Tools anbietet, die geschriebenen Code in praktische Anwendungsfälle umsetzen.
Zu den Kunden von Harness zählen unter anderem die National Australia Bank, Morningstar und United Airlines. Laut Harness konnten deren Implementierungszeiten nach Einsatz der Tools um 75 % verkürzt werden.
Auch große US-Finanzinstitute wie JPMorgan Chase und Citigroup, die sich offen zu den durch KI erzielten Produktivitätssteigerungen bekennen, sind nicht nur Kunden, sondern auch Investoren von Harness.
Die zunehmend verschwimmenden Grenzen zwischen Kunden- und Eigentümerrollen bei KI-Startups führen zu Vergleichen mit den Finanzierungsstrukturen der Dotcom-Ära.
,,Wir pflegen sehr enge Partnerschaften mit Anthropic, OpenAI, Google Gemini und AWS", sagte Bansal.




















