Die Africa Centres for Disease Control and Prevention (Africa CDC) und das größte Pharmaunternehmen des Kontinents erklärten am Dienstag, dass sich die Gespräche auf den Aufbau lebensfähiger Märkte für in Afrika hergestellte Impfstoffe konzentrieren. Dies sei Teil der Bemühungen, die Gesundheitssicherheit zu verbessern und die Importabhängigkeit zu verringern.
Regierungen und Gesundheitsorganisationen in ganz Afrika verstärken ihre Anstrengungen zum Ausbau der lokalen Produktion, nachdem es während der Pandemie zu Unterbrechungen der Lieferketten und Engpässen bei Impfstoffen gekommen war.
Afrika importiert derzeit die weitaus größte Mehrheit der verwendeten Impfstoffe, obwohl der jährliche Bedarf bei über einer Milliarde Dosen liegt. Die angestrebte Kooperation soll diese Abhängigkeit durch eine mehrjährige Vereinbarung zur Unterstützung lokaler Fertigungskapazitäten und zur Sicherung der Versorgung adressieren.
Im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen die Auswahl prioritärer Impfstoff-Antigene, die schrittweise Ausweitung des Angebots auf potenziell zig bis hunderte Millionen Dosen pro Jahr sowie eine Preisgestaltung, die sich an Marktbenchmarks orientiert, so die Organisationen in einer Mitteilung.
Ein klareres Bild des langfristigen Bedarfs in Afrika werde zudem dazu beitragen, Investitionen in Produktionskapazitäten freizusetzen und gleichzeitig einen verlässlicheren Zugang zu auf dem Kontinent hergestellten Impfstoffen zu gewährleisten, hieß es weiter.
'Diese Gespräche mit Aspen stellen einen wichtigen Schritt dar, um Afrikas Ambitionen in der Impfstoffherstellung in nachhaltige Marktrealitäten umzusetzen', sagte der Generaldirektor der Africa CDC, Jean Kaseya.
Aspen hat bereits zuvor erklärt, sich als führender afrikanischer Impfstoffhersteller positionieren zu wollen. CEO Stephen Saad betonte, dass die Investitionen des Unternehmens in sterile Fertigungskapazitäten in Südafrika sowie die bedeutende Infrastruktur der Lieferkette es ermöglichen würden, die erforderlichen Impfstoffe in großem Maßstab zu produzieren.
Africa CDC und Aspen gaben an, dass sie zudem über Beschaffung, Finanzierung und Risikoteilung beraten werden.

















