FRANKFURT (dpa-AFX) - Die am Vortag schon angesprungenen Aktien von Adidas und Puma können am Freitag weiter zulegen. Für den Adidas-Kurs ging es am Morgen um bis zu 2,5 Prozent nach oben, wobei der Kurs noch knapp unter dem Erholungshoch vom Donnerstag bei gut 149 Euro blieb. Vom Wochentief seit Januar 2023 zeigen sich die Aktien damit aber dennoch weiter stabilisiert. Für die Papiere des Wettbewerbers Puma ging es am Freitag außerdem um bis zu 2,1 Prozent nach oben. Zuletzt verringerte sich das Plus in beiden Fällen mit dem Gesamtmarkt, blieb aber jeweils über einem Prozent.
Am Vortag hatten Stimmrechtsmitteilungen als erstes Argument dafür gegolten, dass beide Aktien anzogen - darunter die Erkenntnis, dass Adidas-Chef Björn Gulden den Kursrutsch der vergangenen Tage im großen Stil zum Kauf genutzt hat. Die Citigroup bringt am Freitag aber in mehreren Analystenkommentaren weitere Faktoren ins Spiel, die vor allem für den deutschen Marktführer Adidas positiv sind.
Die Citigroup-Expertin Monique Pollard verwies auf eine steigende Wahrscheinlichkeit von Rückerstattungen milliardenschwerer US-Zolleinnahmen, nachdem US-Präsident Donald Trump im Februar im Streit um seine aggressive Zollpolitik eine Niederlage vor dem Supreme Court kassiert hatte. Die US-Regierung hatte im Rechtsstreit um ihre Zölle jüngst eine weitere Niederlage kassiert. Ein Richter am Gericht für internationalen Handel in New York entschied Mitte der Woche, dass Importeure Anspruch auf Rückzahlungen für bereits entrichtete Zölle haben.
Pollard hält daraufhin den Weg zu Rückzahlungen für geebnet. Sie verwies dabei auch auf einen weiteren Artikel des Portals "Børsen", wonach der dänische Schmuckhändler Pandora die Vereinigten Staaten auf die Rückzahlung der "illegalen Zölle" verklagt haben soll. Die Expertin rechnet damit, dass auch andere Unternehmen dies tun werden - und verweist dabei auf Adidas, Puma und den Modehändler H&M als besonders starke Profiteure.
Zuvor hatte Pollard nach der jüngsten Jahresbilanz zwar ihr Kursziel für Adidas auf 232 Euro reduziert, aber ihre Kaufempfehlung für den Sportartikelkonzern bestätigt. Sie verwies in weiteren Kommentaren auf eine Kundenumfrage in Nordamerika, China und Teilen von Europa, bei deren Auswertung sich ergeben habe, dass Adidas gegenüber Nike als größtem Wettbewerber Boden gutmache./tih/ag/stk
adidas AG ist eines der weltweit führenden Unternehmen für Konzipierung, Herstellung und Vertrieb von Sportartikeln und Sportausrüstung. Die Produkte der Unternehmensgruppe werden unter den Marken adidas, TaylorMade und Reebok vertrieben. Der Umsatz (vor konzerninternen Eliminierungen) ist wie folgt auf die verschiedenen Produktfamilien verteilt:
- Schuhe (59%);
- Kleidung (34,7%);
- Sportausrüstung (6,3%): Golfausrüstung (Golfschläger, Golfbälle, Golfhandschuhe, Eisen-Set, usw.; Weltmarktführer; TaylorMade und Maxfli), Golftaschen, Golfbälle, usw.
Ende 2025, der Vertrieb der Produkte erfolgt über ein Netzwerk von 2022 Geschäfte weltweit vermarktet.
Die geographische Verteilung des Umsatzes sieht aus wie folgt: Europa (33%), Nordamerika (20,5%), China (14,7%), Lateinamerika (11,8%), Japan und Südkorea (5,9%) und Sonstige (14,%).
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Investment
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.