Das spanische Bauunternehmen ACS steht laut einem Bericht der Zeitung Expansion kurz davor, eine Partnerschaft im Wert von 23 Milliarden Euro (26,8 Milliarden US-Dollar) mit Global Infrastructure Partners (GIP), einer Tochter von BlackRock, zur Entwicklung von Rechenzentren einzugehen. Die Zeitung beruft sich dabei auf nicht namentlich genannte Marktquellen.
Im Rahmen dieser Vereinbarung soll der US-Vermögensverwalter GIP laut Expansion einen Anteil von 50 % an der ACS-Sparte Digital & Energy übernehmen. Dieser Anteil besteht aus 5 Milliarden Euro Eigenkapital, das schrittweise eingebracht werden soll, sowie 18 Milliarden Euro an Fremdkapital.
Sowohl ACS als auch BlackRock lehnten eine Stellungnahme ab, während GIP auf Anfragen von Reuters zunächst nicht reagierte.
Der Bericht erscheint vor dem Hintergrund einer rasant steigenden Nachfrage nach KI-Computing und begrenzter Stromkapazitäten, die die Bewertungen für digitale Infrastruktur auf Rekordhöhen treiben.
ACS hatte das Ziel ausgegeben, das eigene Rechenzentrumsgeschäft bis 2030 mit 3 bis 5 Milliarden Euro zu bewerten. Die nun gemeldete Partnerschaft mit GIP würde diesen Bereich am oberen Ende dieser Spanne ansetzen.
Das spanische Bauunternehmen will seine Strategie für Rechenzentren am Freitag auf einem Investorentag aktualisieren.
GIP, das weltweit mehr als 180 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten verwaltet, war im vergangenen Monat gemeinsam mit Microsoft und Nvidia an der 40-Milliarden-Dollar-Übernahme des US-Rechenzentrumbetreibers Aligned beteiligt.
Laut Schätzungen von Morgan Stanley werden große Technologieunternehmen in diesem Jahr voraussichtlich 400 Milliarden US-Dollar in KI-Infrastruktur investieren.
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