Zwei der am genauesten beobachteten Milliardäre unter den Stock-Pickern an der Wall Street, beide einst wortgewaltige aktivistische Investoren, haben in diesem Jahr entgegengesetzte Wege eingeschlagen: Während Bill Ackman auf Microsoft setzte und sich vom Google-Mutterkonzern Alphabet trennte, agierte Daniel Loeb genau umgekehrt.

Ackman gab auf X bekannt, dass seine Firma Pershing Square im Februar nach Kursrückgängen damit begann, eine neue Position beim Software-Riesen Microsoft aufzubauen. Er begründete dies damit, dass Investoren das Potenzial der Microsoft 365 Office-Suite sowie die Investitionen in künstliche Intelligenz nicht ausreichend würdigen würden.

Loebs Hedgefonds Third Point hingegen verkaufte im ersten Quartal 925.000 Microsoft-Aktien und löste damit eine Position auf, die das Unternehmen seit Ende 2022 gehalten hatte, wie aus einer neuen Pflichtmitteilung an die Aufsichtsbehörden hervorgeht.

Ackman und Loeb zählten einst zu den lautstarksten aktivistischen Investoren der Wall Street und drängten Unternehmen mit Vorschlägen, die vom Verkauf von Sparten bis hin zur Entlassung von CEOs reichten, zu besseren Leistungen.

In den letzten Jahren haben beide leisere Töne angeschlagen und öffentliche Auseinandersetzungen, die für Schlagzeilen sorgten, gemieden. Stattdessen konzentrieren sie sich auf die Aktienauswahl und begleiten die Kursentwicklungen. Ihre Investments werden von Anlegern, die ihre Quartalsberichte analysieren, aufmerksam verfolgt.

Loebs Third Point meldete für das erste Quartal den Kauf von 175.000 Aktien der Google-Mutter Alphabet, während Ackman laut einer behördlichen Meldung den Großteil seiner Position an dem Unternehmen veräußerte. Eine Quelle gab an, dass Ackman seine restlichen Alphabet-Bestände im zweiten Quartal vollständig abgestoßen habe.

Ebenfalls im ersten Quartal bauten sowohl Pershing Square als auch Third Point neue Positionen bei Meta Platforms auf, wie aus den Unterlagen hervorgeht. Reuters berichtete zuerst im Februar über diese Position, als Ackman seinen Kunden mitteilte, dass das Schwergewicht aus den Bereichen Technologie und soziale Medien von künstlicher Intelligenz profitieren werde.

Die Pflichtmitteilungen zeigten, dass Loeb, Ackman und andere Großinvestoren, die ihre vierteljährlichen 13F-Bestandsdaten bei der Securities and Exchange Commission einreichten, bei Investitionen in die 'Magnificent Seven' KI-Giganten - eine Gruppe, zu der Meta, Microsoft und Alphabet gehören - selektiver vorgehen. (Berichterstattung durch Svea Herbst-Bayliss; Zusätzliche Berichterstattung durch Suzanne McGee; Redaktion durch Tom Hogue)