Die Neuzulassungen von Tesla-Fahrzeugen setzten im April ihren Erholungskurs in Frankreich, Dänemark und den Niederlanden fort. Dennoch gelang es der dynamischen chinesischen Konkurrenz, allen voran BYD, dem US-Elektroautohersteller weitere Marktanteile abzuringen.

Nach zwei aufeinanderfolgenden Rückgangsjahren, darunter ein Einbruch von fast 27% im Jahr 2025, haben sich die Tesla-Verkäufe in Europa in diesem Jahr kräftig erholt.

Im ersten Quartal stiegen die Absatzzahlen des E-Auto-Pioniers europaweit um fast 45%. Das Interesse an neuen und gebrauchten Elektrofahrzeugen ist auf dem gesamten Kontinent sprunghaft angestiegen, seit der Ausbruch des Iran-Krieges am 28. Februar die Kraftstoffpreise in die Höhe getrieben hat.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt das Unternehmen von Elon Musk im vergangenen Monat durch die Genehmigung seiner Fahrerassistenzsoftware durch eine niederländische Regulierungsbehörde. Die Fahrzeugbehörde RDW hat die Europäische Kommission über ihr Vorhaben informiert, eine EU-weite Zulassung für die Software zu erwirken, die Tesla im Abonnementmodell vertreibt.

Die Tesla-Zulassungen, die als Indikator für die Verkaufszahlen dienen, schossen in Dänemark im April laut bilstatistik.dk im Vergleich zum Vorjahr um 102% nach oben. Daten von PFA belegen zudem einen Sprung von 112% in Frankreich, während der niederländische Branchenverband BOVAG ein Plus von 23% meldete.

Diese Erholung erfolgt trotz der schmalen und alternden Produktpalette von Tesla, die lediglich zwei Volumenmodelle umfasst. Seit der Markteinführung des Model Y im Jahr 2020 hat das Unternehmen kein neues Massenmarktmodell mehr präsentiert.

Zudem sieht sich Tesla einem verschärften Wettbewerb durch eine wachsende Zahl chinesischer Rivalen und etablierter Automobilhersteller gegenüber, da kontinuierlich neue Elektro-Modelle auf den Markt drängen.

In Dänemark verkaufte Tesla im April weniger Fahrzeuge als das chinesische E-Auto-Startup Xpeng, während das Unternehmen in den Niederlanden von BYD überholt wurde. (Berichterstattung durch Nick Carey. Redaktion durch Mark Potter)