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US-Inflationsrate fällt etwas stärker als erwartet

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12.06.2019 | 15:06
A guard walks in front of a Federal Reserve image before press conference in Washington

Washington (Reuters) - Vor der anstehenden Zinssitzung der US-Notenbank (Fed) ist die Inflation auf dem Rückmarsch.

Die Verbraucherpreise legten im Mai um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch mitteilte. Experten hatten mit 1,9 Prozent gerechnet, nach einer Teuerungsrate von 2,0 Prozent im April. Die Fed, die Vollbeschäftigung und stabile Preise fördern soll, hat angesichts der globalen Konjunkturabkühlung und der für einen Aufschwung relativ gedämpften Inflation eine Leitzinspause eingelegt. Zuletzt ließ sie jedoch Bereitschaft zu einer Senkung erkennen, falls sich vor dem Hintergrund der internationalen Zollkonflikte eine konjunkturelle Abkühlung abzeichnen sollte.

Für die am Mittwoch anstehende Fed-Sitzung wird keine Zinsveränderung, aber eine Weichenstellung für den weiteren geldpolitischen Kurs erwartet. Die Fed achtet besonders auf Preisveränderungen bei persönlichen Verbraucherausgaben, wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten ausgeklammert werden. Hier lag die Steigerungsrate zuletzt bei 1,6 Prozent und damit deutlich unter dem Fed-Ziel von 2,0 Prozent.

Voriges Jahr hatte die Fed wegen der brummenden Wirtschaft den geldpolitischen Schlüsselsatz vier Mal angehoben - zuletzt im Dezember auf die Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent. Das Zinsniveau hält US-Präsident Donald Trump für "viel zu hoch". Nun legte Handelsminister Wilbur Ross nach. In einem Interview der Finanzagentur Bloomberg nannte er die Zinserhöhung vom Dezember verfrüht und riet den Währungshütern: "Ich denke, sie sollten das überdenken."

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