Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen

Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

Studie : 43 Milliarden Euro Schaden durch Angriffe auf Industrie

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
13.09.2018 | 12:28
Silhouettes of laptop users are seen next to a screen projection of binary code are seen in this picture illustration

Berlin (Reuters) - Sabotage, Datendiebstahl, Spionage: Kriminelle Attacken auf deutsche Industriebetriebe haben einer Studie zufolge in den vergangenen beiden Jahren einen Schaden von 43 Milliarden Euro verursacht.

Demnach sind sieben von zehn Unternehmen in diesem Zeitraum Opfer solcher Angriffe geworden, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung des Digitalverbands Bitkom hervorgeht. "Alarmierend ist besonders die hohe Betroffenheit kleiner und mittlerer Unternehmen", sagte der Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang. Sein Rat: Die Unternehmen sollten in die Schulung der Mitarbeiter investieren.

"Mit ihren Weltmarktführern ist die deutsche Industrie besonders interessant für Kriminelle", sagte Bitkom-Präsident Achim Berg zu der Umfrage seines Verbandes unter 503 Geschäftsführern und Sicherheitsverantwortlichen quer durch alle Industriebranchen. "Wer nicht in IT-Sicherheit investiert, handelt fahrlässig und gefährdet sein Unternehmen." So seien in den vergangenen zwei Jahren bei jedem dritten Unternehmen IT- oder Telekommunikationsgeräte gestohlen worden. Bei fast einem Viertel seien sensible digitale Daten abgeflossen. Illegaler Wissens- und Technologietransfer oder Wirtschaftssabotage "sind keine seltenen Einzelfälle, sondern ein Massenphänomen", betonte Geheimdienstler Haldenwang.

Bei fast der Hälfte der betroffenen Industriebetriebe wurden Kommunikationsdaten wie E-Mails gestohlen. Bei jeweils jedem fünften Unternehmen flossen durch digitale Angriffe Kundendaten und Finanzdaten ab. Patente und Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung seien bei jeder zehnten Firma in kriminelle Hände geraten. "Viele Unternehmen nehmen das Thema Sicherheit noch zu sehr auf die leichte Schulter, auch weil ihnen das entsprechende Know-how fehlt", sagte Berg. "Erster und wichtigster Schritt ist, IT-Sicherheit im Unternehmen zur Chefsache zu machen." Auch Industrieverbandspräsident Dieter Kempf warnte kürzlich vor den Risiken. Insbesondere für kleine und mittelständische Firmen könne sogar die Existenz auf dem Spiel stehen. Die Bundesregierung forderte zuletzt ebenfalls die Unternehmen auf, sich besser vor Wirtschaftskriminalität zu schützen.

Der Verfassungsschutz rät zur Schulung der Mitarbeiter, was der Umfrage zufolge in 41 Prozent der Betriebe nicht geschieht. "Das müsste ein Ansatzpunkt sein, wo jedes Unternehmen Geld in die Hand nimmt", sagte Haldenwang. Sei etwas passiert, sollten die Sicherheitsbehörden eingeschaltet werden - von der Polizei bis zum Verfassungsschutz.

Hinter fast zwei Dritteln der Angriffe werden Mitarbeiter vermutet, ehemalige wie derzeitige. Etwa jede neunte Attacke wird ausländischen Nachrichtendiensten zugeschrieben, etwa aus China. Das seien zwar weniger als früher, sagte Haldenwang. "Aber früher wurde mit Schrot geschossen, heute handelt es sich um sehr komplexe, zielgerichtete Angriffe".

97 Prozent der Befragten nennen sogenannte Zero-Day-Exploits als größte Gefahr. Dabei nutzen Angreifer Sicherheitslücken in Software aus, die bis dahin unbekannt waren. 93 Prozent fürchten Schadsoftware, zwei Drittel geben den Mangel an qualifizierten IT-Sicherheitskräften als Risiko an. Die Fluktuation von Mitarbeitern gilt für 58 Prozent der Unternehmen als Bedrohung.

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
19.09.Arbeitsbühnen-Verleiher zieht Geräte aus Hambacher Forst ab
DP
19.09.Koka-Anbau in Kolumbien auf Rekordhoch
DP
19.09.Probleme mit Sky Go zum Champions-League-Auftakt des FC Bayern
DP
19.09.US-Außenminister lädt nordkoreanischen Kollegen zu Treffen ein
DP
19.09.DEVISEN : Euro unter 1,17 US-Dollar - Brexit-Unsicherheit belastet das Pfund
DP
19.09.OTS : Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Schließt die Kontrolllücke!, Kommentar ...
DP
19.09.MERKEL : Maaßen hatte nicht mehr das Vertrauen der gesamten Koalition
DP
19.09.May beharrt auf Brexit-Position und fordert Zugeständnisse der EU
DP
19.09.MERKEL : Brexit in guter Atmosphäre und großem Respekt
DP
19.09.Juncker dämpft Hoffnungen auf Fortschritte bei Brexit-Verhandlungen
DP
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
Werbung