Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Unternehmen  >  Alle News

News : Unternehmen
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren

Renault setzt Vorstandschef Bollore vor die Tür

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
11.10.2019 | 15:03
The logo of French car manufacturer Renault is seen on on a wheel rim of a car at a dealership of the company in Illkirch-Graffenstaden near Strasbourg

Paris (Reuters) - Renault-Chef Thierry Bollore muss gehen. Übergangsweise soll Finanzchefin Clotilde Delbos die Geschäfte des französischen Automobilkonzerns leiten, wie Renault am Freitag nach einer Sitzung des Aufsichtsrats mitteilte.

Auch der japanische Partnerkonzern Nissan hatte vor einem Monat den Chef ausgetauscht, um nach eigenen Aussagen einen Neuanfang einzuleiten. Die beiden aneinander beteiligten Autohersteller kommen seit der überraschenden Festnahme des ehemaligen Konzernlenkers Carlos Ghosn im vergangenen November wegen Untreue-Vorwürfen nicht aus den Schlagzeilen und kämpfen mit sinkenden Ergebnissen.

Bollore gilt als Vertrauter Ghosns. Bereits in den vergangenen Tagen waren Spekulationen aufgekommen, dass er auf Druck von Verwaltungsratschef Jean-Dominique Senard seinen Posten räumen muss. Bollore hatte selbst von einem "Putsch-Versuch" gesprochen. Senard wurde von Michelin geholt, um den Konzern nach der Ghosn-Krise zu stabilisieren. Bollore war für das operative Geschäft zuständig. Die französische Regierung, die mit 15 Prozent an Renault beteiligt ist, stellte sich hinter die Entscheidung des Kontrollgremiums. Renault macht sich nun nach eigener Aussage auf die Suche nach einem permanenten Nachfolger für Bollore. Finanzchefin Delbos werde bei der Führung des Konzerns von den beiden Managern Olivier Murguet und Jose-Vicente de los Mozos unterstützt.

An der Börse kam der Chefwechsel gut an. Die Aktien stiegen in Paris um 4,4 Prozent. NordLB-Analyst Frank Schwope empfahl die Titel dennoch zum Verkauf. "Die von Renault Ende Juli vorgelegten Halbjahreszahlen waren beunruhigend, insbesondere die Tatsache, dass Nissan einen negativen Ergebnisbeitrag abgeliefert hat", schrieb er in einem Kurzkommentar. Außerdem stehe das Verhältnis der beiden Partnerfirmen nicht zum Besten. Der neuen Unternehmensführung komme nun die wichtige und zugleich schwierige Aufgabe zu, diese Allianz zu festigen.

Nissan hatte Mitte September Konzernchef Hiroto Saikawa vor die Tür gesetzt. Er hatte zuvor eingeräumt, unverhältnismäßig hohe Zahlungen im Rahmen eines Aktienvergütungssprogramm erhalten zu haben. Bei seinem Amtsantritt nach dem Skandal um Ghosn hatte er noch versprochen, Besserungen bei der Unternehmensführung und der internen Kontrolle vorzunehmen.

Renault hält an seinem asiatischen Partner 43 Prozent, der umgekehrt mit 15 Prozent an den Franzosen beteiligt ist. Nissan ist die Dominanz von Renault schon länger ein Dorn im Auge.

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
ALLIANZ SE -0.55%218.9 verzögerte Kurse.25.67%
BOLLORÉ 1.10%4.052 Realtime Kurse.14.51%
MICHELIN -0.04%115.45 Realtime Kurse.33.22%
MITSUBISHI MOTORS CORPORATION -0.20%508 Schlusskurs.-11.19%
NISSAN MOTOR CO., LTD. 1.07%715 Schlusskurs.-16.48%
RENAULT -1.03%45.69 Realtime Kurse.-15.37%
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Unternehmen"
00:01NTT Research beschließt Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München (TUM) im Bereich Neuroelektronik
BU
12.11.Orascom DH steigert Umsatz in ersten neun Monaten - Verlust verringert
AW
12.11.ELON MUSK :  Tesla baut Fabrik bei Berlin
AW
12.11.Sky entschädigt Kunden für Störungen bei Bundesliga-Topspiel
DP
12.11.ELON MUSK :  Tesla-Fabrik bei Berlin geplant
AW
12.11.MUNICH BRAND HUB AG : Einberufung einer Hauptversammlung am 20. Dezember 2019 / Beschlussfassung über Barkapitalerhöhung geplant
EQ
12.11.MUNICH BRAND HUB AG : Einberufung einer Hauptversammlung am 20. Dezember 2019 / Beschlussfassung über Barkapitalerhöhung geplant
DP
12.11.Deutsche Wohnen kauft eigene Aktien zurück - Gesamtvolumen 750 Millionen Euro
DP
12.11.DEUTSCHE WOHNEN SE : Deutsche Wohnen SE beschließt Rückkaufprogramm für eigene Aktien im Volumen von bis zu 750 Millionen Euro
EQ
12.11.DEUTSCHE WOHNEN SE : Deutsche Wohnen SE beschließt Rückkaufprogramm für eigene Aktien im Volumen von bis zu 750 Millionen Euro
DP
News im Fokus "Unternehmen"