Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

OTS: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Verheerendes Signal / Kommentar zur ...

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
11.02.2019 | 19:51

    Börsen-Zeitung: Verheerendes Signal / Kommentar zur Attacke der
Regierung in Rom auf die italienische Notenbank von Gerhard Bläske
   Frankfurt (ots) - Mit dem Angriff auf die Unabhängigkeit der 
Börsenaufsicht Consob und der Banca d'Italia haben die beiden 
Vizepremiers und Parteichefs Luigi Di Maio und Matteo Salvini eine 
neue Front eröffnet. Sie greifen nicht nur respektierte Institutionen
an. Sie lenken auch von den wachsenden Divergenzen innerhalb der 
Regierung ab.

   Wie so oft haben Lega und 5 Stelle mit ihrer Kritik in Teilen 
recht. Denn die Aufsicht hat in der Vergangenheit versagt, als es 
darum ging, Krisen diverser Banken, etwa der Monte dei Paschi di 
Siena oder der venezianischen Volksbanken, rechtzeitig zu erkennen 
und Gegenmaßnahmen einzuleiten. Auch wegen des Versagens der Aufsicht
mussten die Institute mit Steuergeldern gerettet werden, und viele 
Kleinsparer haben ihr Geld verloren.

   Die jetzige Regierung ist indes noch schlimmer. Sie will Consob 
und Banca d'Italia für ihre Zwecke instrumentalisieren und 
unabhängige Stimmen ersticken. Deutlich wurde dies etwa bei der 
Consob, wo der tatkräftige Reformer Mario Nava weggemobbt wurde. Nach
monatelanger Vakanz soll nun ausgerechnet der 82-jährige Eurokritiker
Paolo Savona die Börsenaufsicht auf Kurs bringen. Doch der bisherige 
Europaminister dürfte weder die Kraft noch das Vermögen haben, in 
Zeiten wieder wachsender Spreads, wackelnder Banken und heftiger 
Auseinandersetzungen innerhalb wichtiger Unternehmen wie TIM proaktiv
und entschlossen zu handeln.

   Bei der Banca d'Italia, deren Unabhängigkeit schon früheren 
Regierungen ein Dorn im Auge war, gibt es noch mehr Anlass zur Sorge.
Die Regierung stört sich an deren Kritik und der jüngsten Reduzierung
der Wachstumsprognose. Nun wird klar, dass es Rom auch um etwas 
anderes geht. Die Regierung will an die Goldreserven im Wert von 90 
Mrd. Euro. Sie gehörten den Italienern, sagt Salvini. Die Regierung 
will sicherstellen, dass die geplanten Wohltaten auch in einer 
Rezession finanziert werden können.

   Nach den Differenzen in der Flüchtlingspolitik, dem 
Haushaltsstreit mit der EU und dem Konflikt mit Frankreich zeigt Rom 
einmal mehr, dass es sich weder um eingegangene Verpflichtungen noch 
um europäische Regeln schert. Die wirtschaftlichen Folgen sind schon 
sichtbar: in der Rezession, in der Blockade von wichtigen 
Infrastrukturprojekten und in rückläufigen Investitionen. Nun droht 
auch der Rückzug ausländischer Investoren. Das sind verheerende 
Signale für das tief in die europäische Wirtschaft integrierte Land.

   (Börsen-Zeitung, 12.02.2019)

OTS:              Börsen-Zeitung
newsroom:         http://www.presseportal.de/nr/30377
newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2

Pressekontakt:
Börsen-Zeitung
Redaktion

Telefon: 069--2732-0
www.boersen-zeitung.de






© dpa-AFX 2019
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
14:14In Evionnaz VS sind rund 40 Jungschafe verschwunden
AW
08:29Europawahl 2019 – Die französische Investmentalternative
MA
19.04.DPA-AFX-ÜBERBLICK : UNTERNEHMEN vom 19.04.2019 - 18.15 Uhr
DP
19.04.TAGESVORSCHAU : Termine am 22. April 2019
DP
19.04.Tausende protestieren für mehr Klimaschutz - Greta Thunberg in Rom
DP
19.04.ITALIEN : Verbraucher und Unternehmen im April überraschend trübseliger
DP
19.04.China sieht heimische Wirtschaft weiter unter Druck
RE
19.04.TRUMP : Aussagen in Mueller-Bericht zum Teil 'kompletter Schwachsinn'
DP
19.04.STÄDTETAG : EU-Vorgaben könnten Tickets im Nahverkehr teurer machen
DP
19.04.Impfstoffmangel ist Alltag in Apotheken
DP
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"